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Schülern gehört das Rathaus

Langenhagen Schülern gehört das Rathaus

Rund 150 Schüler aus Langenhagen haben sich drei Tage lang mit Kommunalpolitik beschäftigt - und zum Abschluss an einer Ratssitzung teilgenommen. Anlass war das Planspiel "Pimp Your Town" unter Federführung des gemeinnützigen Vereins Politik zum Anfassen.

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Bei der Begrüßung der Schüler unterhält sich Monika Dehmel mit Mirko Heuer.

Quelle: Hartung

Langenhagen. Sie regieren. Zumindest für einen Tag. 150 Neuntklässlern aus Langenhagen, vom Gymnasium, der Robert-Koch-Realschule und der IGS, gehörte den kompletten Freitag über das Rathaus der Stadt Langenhagen. In ihren Fraktionen berieten sie sich, diskutierten in neun Ausschüssen wie Bau, Umwelt und Verkehr oder Demokratie und Bildung und stimmten später in einer echten Ratssitzung über die Tagesordnungspunkte ab.

Natürlich war alles nur ein Spiel - jedoch ein ziemlich realistisches. Denn zur Seite standen den Schülern in den Ausschüssen echte Ratspolitiker wie Claudia Hopfe, Bernhard Döhner, Wolfgang Langrehr, Elke Zach, Ulrike Jagau, Willi Minne, Gudrun Mennecke und sogar Bürgermeister Mirko Heuer. Nicht nur die Anwesenheit des Stadtoberhaupts, das sich praktisch den kompletten Tag für die Schüler Zeit nahm, wertete das Planspiel auf - Mennecke leitete als Ratsvorsitzende auch die Ratssitzung am Nachmittag.

"Wir wollen damit den jungen Leuten Politik näher bringen und mit diesem Spiel die Lust daran vermitteln", sagte Monika Dehmel, Projektleiterin von "Pimp Your Town!". Das Planspiel begann am Mittwoch mit einem Crash-Kurs zur Kommunalpolitik und der Entwicklung von eigenen Ideen und Verbesserungsvorschlägen der Schüler. Am Donnerstag informierten die Neuntklässler innerhalb ihrer Schulen andere Klassen über Kommunalpolitik. "Dadurch entwickelt sich ein Schneeballsystem, sodass wir 800 Schüler erreichen - und zusätzlich die Eltern, wenn die Kinder zu Hause von Kommunalpolitik erzählen", sagte Dehmel, die mit ihren zwölf Teammitgliedern im August und September außer in Langenhagen auch in Osnabrück, Aurich, Hildesheim, Wunstorf, Bergen, Schnerverdingen und Celle das Planspiel ausrichtet.

Und wie läuft es so in den Ausschusssitzungen? "Wir haben eine rege Diskussion, das ist ja wie im echten Leben", freute sich Langrehr - und konnte sich entspannt zurücklehnen, als die Schüler über neue Toiletten diskutierten. "Im Gymnasium sind die Toiletten so ekelhaft, da hat man schon Angst, sich dort draufzusetzen", sagte Lilyan. Der Antrag lautete aber, dass es neue Toiletten in der Realschule geben soll. "Dann formulieren wir das mit einem veränderten Antrag und nehmen alle Schulen mit auf", sagte Friederike. Gesagt, getan, abgestimmt. So läuft Politik.

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Von Stephan Hartung

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