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12.200 Menschen von Bombenräumung betroffen

Am 19. Juli in Langenhagen 12.200 Menschen von Bombenräumung betroffen

Am Sonntag, 19. Juli, lässt die Stadt Langenhagen zwei Verdachtspunkte auf einen Bombenfund untersuchen. Dafür müssen in Brink, Wiesenau, Langenforth und Godshorn 12.200 Menschen ihre Wohnung verlassen, in Vahrenheide sind 240 Personen betroffen.

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Langenhagen steht eine weitere Bombenräumung bevor: Termin ist der 19. Juli.

Quelle: dpa (Symbolbild)

Langenhagen. Die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr lässt die Autobahn 2 systematisch nach Blindgängern aus dem Zweiten Weltkrieg absuchen. Zwischen dem Autobahndreieck Hannover-West und der Anschlussstelle Bothfeld gibt es mehrere Verdachtspunkte, die nach und nach von den Experten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes überprüft werden müssen. Während der Arbeiten in unmittelbarer Nähe des jeweiligen Verdachtspunktes muss die Autobahn kurzzeitig gesperrt werden. Bestätigt sich ein Verdacht, muss das Gebiet um den Fundort geräumt werden, bis der Blindgänger entschärft ist. Das könnte bedeuten, dass die A 2 in nächster Zeit immer wieder kurzfristig gesperrt werden müsste.

Auf der Baustelle für das neue Langenhagener Hallenbad an der Theodor-Heuss-Straße ist eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden.

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Die Suche nach Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg, die nach ihrem Abwurf nicht detonierten, beginnt auf der A 2 zwischen dem Autobahnkreuz Hannover-West und Langenhagen. Im Zuge der anstehenden Fahrbahnerneuerung auf diesem Streckenabschnitt werden mehrere Punkte überprüft, an denen sich möglicherweise Blindgänger befinden könnten. „Wir haben es hier mit einer Verdachtsfläche zu tun“, sagt Friedhelm Fischer von der Landesbehörde.
Die Arbeiten auf der Autobahn sollen bis zum 9. Juli abgeschlossen sein. „Sollte es tatsächlich einen oder mehrere Blindgänger auf der Strecke geben, werden sie am 19. Juli entschärft“, sagt Fischer.

Für diesen Tag ist bereits eine große Bombenräumung in Langenhagen angesetzt. 12 200 Menschen aus den Stadtteilen Brink, Wiesenau, Langenforth und Godshorn sowie rund 240 Menschen aus den hannoverschen Stadtteilen Vahrenheide und Brink-Hafen müssen dann ihre Wohnungen verlassen. Eine genaue Liste mit den betroffenen Straßen soll in Kürze veröffentlicht werden. Die Bombenräumer überprüfen dann zwei mögliche Blindgängerfundorte im Stadtgebiet Langenhagen. Da einer der Verdachtspunkte in der Nähe der Autobahn 2 liegt, muss ein Teilstück der Ost-West-Verbindung an diesem Tag kurzzeitig gesperrt werden.

Bei ihren Auswertungen alter Luftbildaufnahmen sind die Experten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes auch im weiteren Verlauf der A 2 in Richtung Osten auf Verdachtspunkte gestoßen. „Einen haben wir auf dem Autobahnparkplatz Vahrenheide ausgemacht. Ein zweiter befindet sich in der Anschlussstelle Bothfeld“, sagt Thomas Bleicher vom Kampfmittelbeseitigungsdienst. Ein genauer Termin für die Überprüfung dieser beiden Verdachtspunkte steht noch nicht fest. „Die Landesbehörde hat die A 2 in mehrere Bauabschnitte eingeteilt. Diese werden nach und nach abgearbeitet“, sagt der Bombenräumer. Sollte sich in einem oder beiden Punkten der Verdacht auf einen Blindgänger bestätigen, wären auch Teile des Stadtgebiets von Hannover von den Evakuierungsmaßnahmen betroffen.

Anders als in Langenhagen wird in Hannover nicht mehr routinemäßig nach Blindgängern im Boden geforscht. Das Land Niedersachsen hatte bereits 2012 ein Programm zur systematischen Auswertung von Luftbildern für die Suche nach Blindgängern eingestellt. Seitdem müssen die Kommunen für die dabei entstehenden Kosten aufkommen – diesen Posten spart die Landeshauptstadt ein.

Zuletzt war im November 2014 in Langenhagen ein Blindgänger gesprengt worden.

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Godshorn
Sollte es zur Bombenräumung kommen, könnten Teile Godshorns evakuiert und Straßen abgesperrt werden.

Noch bevor am 19. Juli zwei Verdachtspunkte in Langenhagen auf Bombenblindgänger untersucht werden können, gibt es bereits das erste Opfer: Die Kirchengemeinde Zum Guten Hirten sagt schweren Herzens ihr für diesen Tag geplantes Gemeindefest ab.

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