Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 9 ° Regenschauer

Navigation:
Doch ein Neubau des Rathauses?

Langenhagen Doch ein Neubau des Rathauses?

Nun also doch alles neu? Das Bündnis unabhängiger Bürger Langenhagen (BBL) schlägt nicht nur den Umzug gleich beider Schulen an die Rennbahn vor. Auf dem frei werdenden Areal könne ein neues Stadtzentrum entstehen - mitsamt einem neuen Rathaus. Dies hatte die BBL bislang abgelehnt.

Voriger Artikel
Vier Menschen bei Unfall leicht verletzt
Nächster Artikel
Grüne erleben starken Zulauf

Hilfe zur Selbsthilfe? Die Mitarbeiter der Stadtverwaltung jedenfalls haben offenbar ihre eigene Sicht auf den Bauzustand des Rathauses.

Quelle: Neander (Archiv)

Langenhagen. Das alte Rathaus an der Konrad-Adenauer-Straße platzt aus allen Nähten. Längst hat die Stadtverwaltung für ganze Abteilungen Räume gemietet. Das Jugendamt sitzt an der Schützenstraße, Teile der Bauverwaltung gar am Frankenring im Gewerbegebiet Godshorn. Ein Neubau, so der Wunsch von Bürgermeister Mirko Heuer und Stadtbaurat Carsten Hettwer, könnte auf dem brach liegenden Handelshof die Lösung der Probleme sein.

Der Rat der Stadt jedoch stimmte einhellig dagegen. Nur der unabhängige Ratsherr Wilhelm O. Behrens schloss sich Heuer und Hettwer an. Die übrigen Fraktionen und Gruppierungen bezeichneten einen Neubau angesichts des abbruchreifen Schulzentrums als "der Öffentlichkeit nicht vermittelbar".

Jetzt könnte die Diskussion wiederbelebt werden. Denn nicht nur hat das Gutachten des Ingenieur-Büros Constrata offenkundig überzeugend für den Wegzug des Gymnasiums vom Campus geworben. Auch die von Heuer und Hettwer stets beklagte Belastung der Mitarbeiter durch eine Altbau-Sanierung im Bestand und einen Anbau auf dem Waggumer Hof findet zumindest beim BBL jetzt doch Beachtung. BBL-Mitglied Jens Mommsen hatte in der jüngsten Ratssitzung am Beispiel der Sanierung im Haus der Jugend SPD und Grünen vorgeworfen, deren Ablehnung eines Neubaus (wie von der CDU einst gefordert) sei für die Mitarbeiter zu einer enormen Belastung geworden.

Dass Mommsen dieses Argument jetzt entgegen seiner bisherigen Ansicht nun auch für die Verwaltungsmitarbeiter gelten lässt, begründet er mit "neuen Erkenntnissen" für das Rathaus. So habe Stadtbaurat Carsten Hettwer von neuen Schwierigkeiten mit den Erben des Rathaus-Architekten Dieter Oesterlen berichtet. Ein Anbau sei nur möglich, wenn den Erben alle detaillierten Pläne vorgelegt würden. Hettwer bestätigt dies auf Nachfrage grundsätzlich. "Aber das war gar nicht neu."

Ob überhaupt die Voraussetzung für ein neues Stadtzentrum geschaffen werden können durch einen Umzug beider Schulen, ist überdies fraglich. Die derzeit favorisierte Fläche an der Rennbahn wäre alleine zu knapp. Mommsen schlägt deshalb vor, den benachbarten See gegebenenfalls zuschütten zu lassen.

Von Rebekka Neander

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
Schulzentrum Langenhagen

Nahezu vollständig müssen das Gymnasium und ein Teil der IGS abgerissen und neu gebaut werden, weil der Brandschutz nicht gewährleistet ist. Mehr zum Schulzentrum Langenhagen lesen Sie hier. mehr