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BBL will Synergien für Schulzentrum nutzen

Langenhagen BBL will Synergien für Schulzentrum nutzen

Der fehlende Brandschutz an Langenhagens Schulzentrum und deren Folgen belastet Schüler sowie Lehrer gleichermaßen. Nun soll nach Meinung der BBL schnellstens ein weiteres Brandgutachten her, dass möglichst viele derzeit gesperrte Klassenräume wieder nutzbar machen soll - wie in Garbsen geschehen.

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Statt Geländer für die sogenannten Fluchtbalkone am Schulzentrum soll es andere Möglichkeiten nach Garbsener Vorbild geben.

Quelle: Neander (Archiv)

Langenhagen. "Die Verwaltung wird gebeten, schnellstens ein Brandschutzgutachten mit der Zielstellung in Auftrag zu geben, die Bedingungen für die Wiederinbetriebnahme möglichst vieler Klassenräume im Schulzentrum zu ermitteln", lautet ein Antrag der BBL-Fraktion, der am Montag, 16. Oktober, in einer Sondersitzung des Langenhagener Rates unter anderem debattiert werden soll.

Diese Sondersitzung wurde nötig, da das Gremium im September diese nach mehr als dreieinhalb Stunden abgebrochen hatte. Die öffentliche Sitzung des Langenhagener Rates beginnt um 18 Uhr im Ratssaal. Zu Beginn und am Ende können Langenhagener Fragen an Verwaltungsmitarbeiter und Kommunalpolitiker richten.

Das BBL begründet ihren Antrag damit, dass die IGS im benachbarten Garbsen nahezu identische Brandschutzprobleme habe. Die Kommune sei aber auf Empfehlung der Gutachter einen anderen Weg gegangen als Langenhagen und habe daher Sperrungen von Klassenräumen vermeiden können, argumentiert die BBL-Fraktion. Dort sei die ganze Schule etwa mit mehr als 300 vernetzten Rauchmeldern ausgestattet worden, anstatt wie in Langenhagen, ganze Bereiche zu sperren. Wie das gehen könne, würde in Garbsen mit unangemeldeten Übungen der Feuerwehr fortlaufend nachgewiesen, heißt es von der BBL.

"Nach Rücksprache mit der Stadt Garbsen hat sich das Brandschutzkonzept als tragfähig erwiesen", argumentiert die BBL um Fraktionschef Jens Mommsen. "Es stellt sich daher die Frage, ob das Brandschutzkonzept der IGS Garbsen nicht auch auf die Verhältnisse im Schulzentrum übertragen werden kann und welcher Aufwand hierfür notwendig ist."

Aufgrund der langen Bauzeit des neuen Schulzentrums und der hohen Kosten für Interimsbauten solle deshalb auch ermittelt werden, ob es nicht Sinn machen würde, etwa mehrere externe "Stahltreppenhäuser anstatt der provisorischen Baugerüste in Auftrag zu geben, um damit neue Fluchtwegoptionen zur Reduzierung der Evakuierungzeit darzustellen", heißt es von Mommsen  in dem Antrag weiter.

Das BBL fordert zudem, für die schwerer zu evakuierenden Bereiche Brandfluchthauben anzuschaffen. Diese stellten einen durchaus wirksamen Schutz vor Rauchgasen dar. Eine derartige Haube kostet etwa 150 Euro und "könnte jedem Schüler und Lehrer nach japanischem Vorbild zur Verfügung gestellt werden", argumentiert die Fraktion.

"Aufgrund der Eilbedürftigkeit und vor dem Hintergrund, dass es sich um eine Grundsatzentscheidung des Rates handelt, wird auf eine Vorberatung im Verkehrs- und Feuerschutzausschuss verzichtet", betont Mommsen in dem BBL-Antrag weiter.

Die Fraktion erinnert dabei auch daran, dass die Stadtverwaltung vor zwei Jahren auf die Brandschutzprobleme am Schulzentrum mit "weitreichenden Sperrungen von Klassenräumen und dem Bau externer Fluchtwege durch provisorische Baugerüste reagiert" hatte. Doch speziell die Sperrung der Klassenräume bedeute für viele Jahre eine erhebliche Beeinträchtigung des Unterrichtsbetriebs und sei zusätzlich mit sehr hohen Kosten in zweistelliger Millionenhöhe durch die Beschaffung von Containern verbunden.

Um entsprechende Synergien zu erzeugen, soll nach dem Dafürhalten der BBL-Fraktion ein Ingenieur-Büro aus Bielefeld beauftragt werden. Die Fachleute waren auch zum Brandschutz in der IGS Garbsen zuständig. Die Kosten für das Gutachten sollten außerplanmäßig im Haushalt 2017 bereitgestellt werden, fordert die Fraktion.

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