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Bad soll 26,8 Millionen kosten

Langenhagen Bad soll 26,8 Millionen kosten

Die Ausgaben für das neue Schwimmbad sollen 26 823 600 Euro nicht übersteigen. Dieses Kostenkorsett enthält alle Ausschreibungen, von denen mehr als die Hälfte noch im November veröffentlicht werden sollen. Damit bleibt die Stadt unter der ursprünglich festgesetzten Kostenobergrenze von 27 Millionen. Auch die geplanten Betriebskosten liegen mit knapp 1,8 Millionen Euro deutlich unter dem Limit von 2,7 Millionen.

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Auch für Sportwettbewerbe soll das neue Schwimmbad in Langenhagen gerüstet sein.

Quelle: Symbolbild

Langenhagen. Der jetzt vom Betriebsausschuss einstimmig verabschiedete Kostenrahmen für den Badneubau basiert auf einer Rechnung aus dem Juli. Um 60 Prozent aller notwendigen Ausschreibungen in der nächsten Sitzung am 10. November beschließen zu können, müssen jetzt die Architekten- und Ingenieurbüros sogenannte Leistungsverzeichnisse mit Preislisten vorlegen. In dem Kostenrahmen ist auch eine Sicherheitspauschale von 6,5 Prozent für unvorhergesehene Bauarbeiten enthalten.

Die tatsächliche Summe könnte noch niedriger ausfallen, wenn sich die Prognosen der Finanzbehörden bewahrheiten. Die Stadt geht derzeit von einer Mehrwertsteuererstattung von 50 Prozent aus. Der Grund dafür sind die unterschiedlichen Steuersätze für den öffentlichen Schwimmbetrieb und die Bereitstellung für Schulen und Vereine. „Die Finanzbehörde hat uns in Teilen sogar eine Erstattung von bis zu 90 Prozent in Aussicht gestellt“, sagte Carsten Hettwer, Betriebsleiter und Stadtbaurat, im Ausschuss.

„Relativ kostenneutral“ fällt laut Hettwer eine Planänderung aus: Weil sich im Brunnenwasser überraschend Pestizidrückstände nachweisen ließen, wird die Stadt die Becken nun doch mit Trinkwasser befüllen. „Die dafür notwendigen Kosten werden von der Ersparnis bei der eigentlich geplanten Aufbereitung des Brunnenwassers aufgefangen“, erläuterte Projektleiter Erik Bedijs. Bislang war die Stadt davon ausgegangen, neben Eisen und Nickel auch Mangan aus dem Wasser filtern zu müssen. Die Technik, die Rückstände von „in der Landwirtschaft zugelassenen Pflanzenschutzmitteln“, so Hettwer, aus dem Wasser löst, hätte indes alle Kostenplanungen über den Haufen geworfen.

Ein konkretes Betriebskonzept, das letztlich auch eine Prognose der möglichen Eintrittspreise zulässt, will Hettwer noch in diesem Jahr vorstellen. Wie vom Betriebsausschuss gefordert, wird das Schwimmbadgebäude in seiner Statik sowie durch den Einbau von Leerrohren auf spätere Installationen einer Photovoltaik- und einer Solarthermieanlage vorbereitet. Ob diese jedoch tatsächlich eingebaut werden, ist offen - selbst wenn der jetzt beschlossene Investitionsrahmen noch Luft bis zu den einst vom Rat festgesetzten 27 Millionen Euro lässt.

„Wir haben in der kommenden Woche einen Termin mit unserem Anwalt, um zu prüfen, wie wir eine solche Option des Nachrüstens in die Ausschreibung bringen können“, sagte Hettwer auf Nachfrage. Denn das Energiekonzept sieht einen sogenannten Contractingvertrag vor. Danach stellt ein Energieversorger die Anlagen bereit; die Stadt kauft lediglich die Dienstleistung ab. „Wir müssen noch prüfen, ob das auch für eine Solaranlage gelten würde und ob der Vertragspartner über den Einsatz nach Wirtschaftlichkeit alleine entscheidet.“

Neues Bad ist fit für Wettkämpfe

Dafür genehmigte der Badausschuss jetzt eine Sonderausgabe von rund 23.000 Euro, die für den Einbau von wasserdichten Edelstahlhülsen benötigt werden. In diese Hülsen werden unter anderem für Wettkämpfe notwendige Leinen (Fehlstart-Markierung oder Wendemarke für Rückenschwimmer) oder auch die Tor-Leinen für Wasserballer eingehängt.

Noch einmal rund 9000 Euro wurden genehmigt für den Ausbau des Beckens auf mindestens zwei Meter Tiefe. „Das ist für Wasserballer erforderlich“, erläuterte Betriebsleiter Carsten Hettwer jetzt im Ausschuss. Bislang sollte das Becken nur bis zu 1,80 Meter tief werden. Die Bahnlänge von etwas mehr als 25 Metern erlaubt zudem die Installation einer elektronischen Zeitmessung. Ob eine solche Anlage jedoch von der Stadt gleich mitgekauft oder gegebenenfalls ausgeliehen wird, werde noch geprüft. Unter anderem darum wird es am heutigen Montag in der Sitzung des Schwimmsport-Ausschusses des Sportringes gehen, an der Projektleiter Erik Bedijs und Hettwer teilnehmen werden.

Zudem wird es mit dem Baubeginn möglich sein, das Bad im Internet virtuell zu besichtigen und über eine Kamera die Arbeiten zu beobachten. Bedijs kündigte zudem an, dass mit Beginn der Bauarbeiten ein Podest am Gelände aufgestellt werde, von dem Interessierte die Arbeiten beobachten können. Zusätzlich werde eine Kamera installiert, die permanent Bilder auf die Homepage der Stadt im Internet sendet und die unter langenhagen.de zu sehen sind. Dort soll es in absehbarer Zeit auch einen virtuellen Rundgang durch das neue Schwimmbad geben. Bislang sind auf dieser Seite lediglich alle Schriftstücke hinterlegt, die der Rat beschlossen hat oder die ihm zur Information vorgelegt wurden.

Wie warm wird das Wasser sein?

Mit Spannung erwartet auch der Seniorenbeirat das Betriebskonzept für das Schwimmbad. Vor allem die Wassertemperatur in den Schulungsbecken sei von Interesse sowie eine organisatorische Trennung von Lehr- und Schwimmbetrieb. Sorge bereitet dem Beirat, so die Vorsitzende Christa Röder im Badausschuss, das ungeklärte Nebeneinander von Sprung- und Schulungsbecken. Betriebsleiter Carsten Hettwer konnte Röder an dieser Stelle beruhigen. Da auch das Sprungbecken für Kurse genutzt werden könne, werde es im Betriebskonzept vorrangig um eine zeitliche Trennung zwischen öffentlichem Schwimmbetrieb und Kursen gehen.

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