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Folien sollen neue Bad-Technik schützen

Langenhagen Folien sollen neue Bad-Technik schützen

94 Prozent aller Aufträge für das neue Schwimmbad sind vergeben. Zusätzliche Folien rund um den Baukörper sollen die Technik im Keller schützen. Ende Januar ist geplant, den Einbau der Glasaußenwände abschließen zu können. So der Zeitplan. Doch die Eröffnung rückt möglicherweise weiter in die Ferne.

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Die Außenwände des neuen Bades sind provisorisch mit Folien verkleidet.

Quelle: Sven Warnecke

Langenhagen. Wer den Jahresabschluss 2015 für den Schwimmbadneubau liest, stolpert über einige Zahlen. Der Betriebskostenzuschuss liegt rund 270 000 Euro unter dem Ansatz, und auch die Investitionen sind längst nicht so hoch wie geplant. „Wir haben von Beginn an aus Sicherheitsgründen eher höhere Ansätze geplant“, erläuterte jetzt Stadtbaurat und Bad-Betriebsleiter Carsten Hettwer. Manche Gewerke hätten sich verschoben. „Überdies haben einige Betriebe ihre Abschläge nicht so zeitig eingefordert wie erwartet.“ Dies habe sich insgesamt positiv ausgewirkt.

Keineswegs sei aus diesen Zahlen ein Hinweis auf eine übermäßige Bauverzögerung herauszulesen, versucht er zu erklären. Tatsächlich habe es durch die anfänglichen Probleme mit der Grundwasserhaltung Verzögerungen gegeben und auch eine erneut notwendige Suche nach einem Dachdecker habe Zeit gekostet. Ohne ein konkretes Datum nennen zu wollen, schwebt Hettwer derzeit eine Eröffnung im Sommer 2017 vor. „Vieles hängt jetzt auch vom Verlauf des Winters ab.“ 94 Prozent aller Aufträge für das neue Schwimmbad seien aber bereits vergeben.

Die weithin sichtbare Folie rund um den Baukörper soll laut Hettwer vor allem die neu eingebaute Technik im Keller schützen. „Die Folie soll die Schwimmhalle trocken halten. Wir werden das jetzt noch so weit ausbauen, dass wir die Halle sogar heizen können“, kündigte Hettwer an. Plangemäß wird derzeit die Glasfassade Stück um Stück eingebaut. „Dies wird voraussichtlich bis in die vierte oder fünfte Kalenderwoche 2017 dauern.“

Ungeachtet dessen wurde am Donnerstagabend im Betriebsausschuss Bad deutlich, dass der ins Auge gefasste städtische Zeitplan für die Eröffnung wegen der Probleme erheblich durchgerüttelt worden ist. Ein weiteres Problem: Die Stadt kann aus verschiedenen Gründen nicht auf viele der bisher mit der Bauabwicklung betrauten Mitarbeiter zurückgreifen. „Wir stehen mit einem noch nicht geschlossenen Gebäude vor dem Winter“, berichtete Constrata-Projektleiter Jens Kerkhoff in der Sitzung. Deshalb könne auch er den Ausschussmitgliedern keinen „seriösen Fertigstellungstermin“ nennen.

Marco Brunotte formulierte die von Hettwer in Aussicht gestellte Zeitplanung sarkastisch so: Der Sommer reiche bis in den September. Aus diesem Grund wollte er den auf der Tagesordnung stehenden Punkt „Wirtschaftsplan 2017“ auch nicht beschließen. Denn dort ist noch von einem Eröffnungstermin an Ostern die Rede. Und ein jetziger Beschluss könne wegen der Unwägbarkeiten durchaus haushalterische Konsequenzen haben, argumentierte Brunotte. Auch Grünen-Fraktionschef Dirk Musfeldt und sein Kollege von der BBL, Jens Mommsen, monierten das. Doch trotz all der Verzögerungen soll es zu keinen Mehrausgaben kommen. „Wir halten die Kosten“, betonte Hettwer.

Um diesen Wirtschaftsplan nun doch noch in diesem Jahr zu beschließen, wird es im Dezember eine neue Beschlussdrucksache mit aktuellen Zahlen geben, versprach Hettwer. Gleichwohl: Auch diese Drucksache „bedeutet ein Stochern im Nebel“, meinte der Stadtbaurat mit Blick auf die Unwägbarkeiten – und das Wetter.

Von Sven Warnecke und Rebekka Neander

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