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Baumschutz erhält neuen Anlauf

Langenhagen Baumschutz erhält neuen Anlauf

In die Diskussion um eine neue Baumschutzsatzung für Langenhagen kommt wieder Bewegung. Wolfgang Kindel, der früher in seinem Beruf als Umwelt-Polizist tätig war, hat sein Anliegen erneut im Petitionsausschuss der Stadt vorgestellt. Das Gremium hat nun viel Arbeit vor sich.

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An der Paracelsus-Klinik wurden kürzlich Bäume gefällt - was Wolfgang Kindel kritisiert.

Quelle: Stephan Hartung

Langenhagen. „Das ist mein erster Vorstoß seit vier Jahren. Ich höre einfach zu viele Kettensägen und beobachte, wie auf Privatgrundstücken Bäume verschwinden“, sagt Kindel. Im Sommer vergangenen Jahres hatte er eine Petition an die Stadt geschickt und den Antrag zum Schutz von großen, alten und stadtbildprägenden Bäumen auf Privatgrundstücken gestellt. Der 72-Jährige appellierte an die Mitglieder des Petitionsausschusses: „So kann es nicht weitergehen. Schützen Sie Ihre Bäume, pro Jahr werden im Stadtgebiet 150 Bäume gefällt.“ Kindel fordert auch, alte Bäume bei geplanten Neubebauungen in die Bebauungspläne aufzunehmen – und diese damit zu schützen. Dass sich der Ausschuss erst jetzt, mehr als ein halbes Jahr später, mit der Petition von Kindel befasst hat, lag in der Neuzusammensetzung des Langenhagener Rates.

Ein wenig Kritik äußerte Kindel auch an die Adresse der Stadt. „Oft werden Bäume gefällt, obwohl sie augenscheinlich nicht krank sind. Und die dann zugesagten Nachpflanzungen sehe ich nicht“, kritisiert er und nennt als Beispiel kürzlich gefällte Bäume in Höhe der Paracelsus-Klinik. „Das war nicht nötig.“ Ausschussmitglied Bernhard Döhner nahm die Verwaltung jedoch in Schutz und entgegnete, „dass die Stadt mit Baumfällungen sehr sensibel umgeht – das war auch bei der Planung des neuen Schwimmbads deutlich zu erkennen, da wurde der Fortbestand der vorhandenen Bäume berücksichtigt“.

Wie geht es weiter? Nach längerer Diskussion wurde darüber abgestimmt, dass eine Liste über schützenswerte Bäume auf Privatgrundstücken erstellt werden soll, wobei die Eigentümer über ihre Bäume informiert und ihnen möglicherweise Unterstützung bei der Pflege in Aussicht gestellt werden soll. Das soll die Verwaltung prüfen. Über den Verwaltungsausschuss würde dieses Thema dann gegebenenfalls auf der Tagesordnung des Umweltausschusses landen.

Wolfgang Kindel war mit diesem Vorstoß zwar zufrieden, zeigte sich aber auch skeptisch. „Eine Liste oder ein Kataster sind zwar eine gute Idee, vielleicht benötigt man aber auch ein ganz anderes Instrument, etwa Zuschüsse an Eigentümer oder Steuernachlässe bei Neuanpflanzungen“, sagt Kindel. Er befürchtet nun, „dass wieder so viel verhandelt wird“. „Außerdem bin ich in rechtlicher Hinsicht nicht sicher, ob man so einfach zur Bestandaufnahme der Bäume auf Privatgrundstücke gehen darf.“

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Von Stephan Hartung

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