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Baumschutzsatzung: Kindel kritisiert Ablehnung

Langenhagen Baumschutzsatzung: Kindel kritisiert Ablehnung

Eine Baumschutzsatzung wird es in der Stadt wohl nicht geben. Daran lässt die Politik keinen Zweifel. Wolfgang Kindel, der die Satzung mittels Petition gefordert hat, sieht als Ursache das Einknicken der Politiker vor der Kommunalwahl.

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Bäume sollen nach dem Willen der Langenhagener Kommunalpolitik in der Stadt nicht per Satzung geschützt werden.

Quelle: Sven Warnecke

Langenhagen. Als „klaren Bruch der Koalitionsvereinbarungen von Rot-Grün“ wertet der Langenhagener Wolfgang Kindel den jüngst gefassten Beschluss, in Langenhagen keine Baumschutzsatzung aufzulegen. Die Mehrheitsfraktion habe ihm als Petitionsschreiber zuvor immer wieder signalisiert, dass die Satzung kommen werde. Und nun das. „Ohne dieses Signal hätte ich nicht weitergemacht“, sagt Kindel. „Das ärgert mich.“

Die rot-grüne Haltung, aber auch die der anderen Gruppen und Fraktionen schließt der Langenhagener in seine Kritik mit ein. „Offenbar ist man aber zugunsten der häuslebauenden Grundeigentümer mit Blick auf die kommende Kommunalwahl eingeknickt“, mutmaßt der pensionierte Polizeibeamte. Er wertet das als „Armutszeugnis und Bankrotterklärung“ der Politik Langenhagens.

Kindel hatte bereits 2012 per Petition eine neue Baumschutzsatzung gefordert. Denn seinen Angaben zufolge sei nach dem zehn Jahre zuvor von der schwarz-gelben Mehrheit im Rat besiegelten Aus der Satzung viel häufiger zur Säge gegriffen worden. Dabei seien Bäume für die Umwelt und das Kleinklima immens wichtig, meint Kindel. Nach seinen Berechnungen würden Jahr für Jahr in Langenhagen etwa 150 Bäume aus dem Stadtbild verschwinden.

Die rot-grüne Mehrheit hatte statt einer Baumschutzsatzung angeregt, in den nächsten zehn Jahren 1000 Bäume in der Stadt zu pflanzen. Das helfe aber auch nicht, sagt Kindel. Das sei schon rein mathematisch eine Milchmädchenrechnung, moniert er.

Kindel lässt auch nicht die Kritik an der Baumschutzsatzung in der benachbarten Landeshauptstadt gelten. Das sei alles nur aufgebauscht, meint er. Wie berichtet, plant die hannoversche Stadtverwaltung nach Überarbeitung der Regelungen gar das Absägen von dicken Ästen oder das Stutzen von Baumkronen zugunsten der Solarenergie zu verbieten. Doch das lässt den Langenhagener kalt. Denn die hannoversche Satzung erlaube durchaus unter bestimmten Voraussetzungen Ausnahmen, „etwa unter Sicherheitsaspekten“.

Von Sven Warnecke

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