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Begegnungscafé kommt bei allen gut an

Godshorn Begegnungscafé kommt bei allen gut an

Gut 150 Flüchtlinge aus zehn Nationen haben am Wochenende das erste Begegnungscafé der Godshorner Kirchengemeinde Zum Guten Hirten besucht - eine Fortsetzung soll nun im neuen Jahr folgen.

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Sie bereiten das Begegnungscafé und die Bastelstube für die Kinder vor: Birte (von links) und Hella Röwer, Bernd Münkel, Kristin Köhler und Sandra Trella.

Quelle: Antje Bismark

Langenhagen. Die Mitglieder des Flüchtlingsnetzwerks hatten in vier Einrichtungen bei den Bewohnern für das Café geworben und Interessierte dort auch abgeholt: Aus den Godshorner Quartieren an der Ziegelei- und Ahornstraße, dem Rährweg und der Hans-Böckler-Straße in Langenhagen kamen die Besucher, um sich gegenseitig, vor allem aber um die Godshorner kennenzulernen. „Es war für alle eine große Freude, sich zu begegnen“, sagt Insa Becker-Wook.

Ihren Angaben zufolge zählten die Helfer etwa 100 Erwachsene, 30 Kinder und 20 Jugendliche, für die die Freiwilligen ganz unterschiedliche Aktionen vorbereitet hatten. In der Jugendscheune bot ein Team den Jungen und Mädchen an, gemeinsam weihnachtliche Dekorationen zu basteln und diese mit in die Unterkünfte zu nehmen. Im oberen Geschoss der Jugendscheune zeigte das Jugendteam den jungen Männern, wie sie krökeln. „Das war für alle eine neue Erfahrung und hat einen Heidenspaß gemacht“, berichtet Becker-Wook und fügt hinzu, dass auch der Billardtisch dicht umlagert war.

Für die Erwachsenen hatte das Netzwerk neben Kaffee und Keksen auf den Tischen auch für Unterhaltung gesorgt: Außer Gesprächen gab es einen deutsch-arabischen Film. Etliche Besucher schauten sich aber auch die ausgelegten Bücher an. „Wir haben einmal mehr festgestellt, dass die Neuankömmlinge sehr wissbegierig sind“, sagt Becker-Wook. Allerdings seien die vorhandenen Bücher zu schwierig zum Lesen, weil die Deutschkenntnisse nicht ausreichten. „Deshalb suchen wir dringend Fibeln von Erstklässlern, Bilderbücher oder kleine Hefte, die Schulanfänger lesen können“, wirbt sie um Spenden. Benötigt würden zudem Kugelschreiber und Schnellhefter für den Deutschunterricht.

Wie auch Becker-Wook schwärmt Kirchenvorsteher Marko Balkenhol von der herzlichen Atmosphäre: „Die Menschen haben sich über sprachliche Grenzen hinweg gut verstanden.“ Neben Englisch, Deutsch, Farsi und Arabisch seien vor allem Hände und Füße eingesetzt worden. Froh sind die Organisatoren auch, dass etliche Godshorner das Café zur Begegnung nutzten. So kam Schulleiterin Andrea Kunkel mit zwei Kolleginnen, Ortsratspolitiker wie Willi Minne und Bernd Münkel, Pastor Falk Wook, Vertreter vom Turn- und Sportverein Godshorn und der AWO sowie aus der Kirchengemeinde. „Wir haben sogar neue Freiwillige für den Deutschunterricht gefunden“, sagt Becker-Wook. Angesichts der positiven Resonanz werde es eine Fortsetzung im nächsten Jahr geben.

In welcher Form, darüber wollen die Aktiven am 21. Dezember in einer internen Sitzung beraten. „Wir überlegen angesichts des Andrangs, ob wir die Angebote auf die Zielgruppen ausrichten“, sagt Balkenhol. Denkbar seien Einladungen an die jungen Männer zum Krökeln und Billardspielen, getrennt von einem Treffen von jungen Müttern und ihren Kindern. Weitere Freiwillige können sich bei ihm per E-Mail an m.balkenhol@zum-guten-hirten.de melden.

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