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Schüler lernen Ausbildungsberufe kennen

Langenhagen Schüler lernen Ausbildungsberufe kennen

Vom Arbeitsamt bis zum Zoll: Beim 20. Berufsfindungsmarkt im Rathaus geben rund 55 Unternehmen und Institutionen Einblicke in die Berufswelt. Etwa 1800 Schüler aus dem Umland nutzen das Angebot, dass von der städtischen Wirtschaftsförderung organisiert wird, und informierten sich über mehr als 100 Ausbildungsberufe.

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Bastian Kreipe (16, von links) informiert sich bei Vivian Theile und Sebastian Lühring über Ausbildungsmöglichkeiten bei der Polizei.

Quelle: Lisa Malecha

Langenhagen. Bastian Kreipe geht von Stand zu Stand: Wie lange dauert die Ausbildung? Wie Abwechslungsreich ist der Job? Was kann man verdienen? Der 16-Jährige aus Wettmar hat viele Fragen an die Ausbilder - und auch schon eine relativ genaue Vorstellung von dem, was er später machen möchte. "Ich will zur Berufsfeuerwehr, aber vorher möchte ich eine Ausbildung machen - am liebsten was, wo ich körperlich tätig bin, wie in einem Handwerk", sagt der Neuntklässler, der im kommenden Jahr die IGS Langenhagen mit dem Realschulabschluss verlässt. 

Dennoch: Seinen ersten Halt macht er am Stand der Commerzbank, wo er Fragen zu Aufgaben, Gehalt und Arbeitszeiten stellt - man muss sich schließlich auch über andere Berufsfelder informieren. Doch dann erregt ein anderer Stand seine Aufmerksamkeit: "Ach, da ist ja auch die Polizei", bemerkt Kreipe - und seine Tour geht weiter. Polizei, das sei mehr sein Ding als Bankkaufmann. "Da ist das Team bestimmt toll. Die sortieren ja die extrem Streitsüchtigen und so aus", sagt er. Der angehende Polizist Sebastian Lührig macht ihm den Job schmackhaft:  "Es wird nie langweilig bei uns - man weiß nie, was einen erwartet." Kreipe ist begeistert - und muss sich in puncto Berufswunsch noch mal intensiv Gedanken machen. "Das wäre eigentlich auch was für mich."

Während Kreipe sich gezielt umschaut, sind seine Mitschülerinnen Chelsea Winter und Madeleine Bendel (beide 15 und aus Godshorn) noch etwas planlos. "Ich habe um ehrlich zu sein noch keine Ahnung, was ich machen will", sagt Winter. "Vielleicht was im sozialen Bereich."  Madeleine Bendel hat sich auch noch keine großartigen Gedanken gemacht - immerhin will sie, im Gegensatz zu ihrer Freundin, noch das Abitur machen. Da hat sie noch etwas Zeit, um zu überlegen.

Ein Stand spricht die beiden Neuntklässlerinnen allerdings sofort an: Das Cosmetic College Hannover stellt sich in Langenhagen vor - mit gratis schminken. "Wir schminken uns und andere total gerne", sagt Bendel. "Aber die Ausbildung ist privat und kostet zu viel Geld", ergänzt Winter. Also geht es weiter, diesmal zum Stand eines ambulanten Pflegedienstes. "Ich glaube das wäre nichts für mich", stellt Winter fest. "Für mich auch nicht, obwohl ich Menschen bewundere, die das können", schließt sich Bendel an. Der Besuch des Berufsfindungsmarkts habe ihnen trotzdem geholfen. "Jetzt haben wir zumindest mehr Ideen, wo wir ein Praktikum machen könnten", sagt Bendel.

Während die Mädchen sich weiter umsehen, fällt Bastian Kreipe der Stand vom Zoll ins Auge - auch wenn er an die Ausbildung zum Polizisten nicht ganz ran kommt. "Wir bilden erst seit diesem Jahr wieder in Hannover aus", sagt Hans-Werner Vischer, Sprecher des Hauptzollamts Hannover. Seiner Erfahrung nach könne man den Nachwuchs am besten auf Messen finden. "Rund die Hälfte der Bewerber haben sich auf solchen Veranstaltungen über die Ausbildung informiert", sagt er. Der Berufsfindungsmarkt in Langenhagen sei zudem eine ganz besondere Veranstaltung: "Es ist hier echt super. Hochachtung, was die Stadt hier zwei Tage lang auf die Beine stellt."

Dem können sich auch die beiden Ausbildungskoordinatorinnen vom Continentale Versicherungsverbund nur anschließen, die ihr Unternehmen am Donnerstag und Freitag auf dem Markt vorstellen. "Die Schüler lernen uns als Ausbilder zumindest kennen und viele sind so gut vorbereitet, dass sie mit ganz konkreten Fragen und Vorstellungen zum Stand kommen", sagt Janine Neuleuf.

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Von Lisa Malecha

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