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Mit drei Generationen beim Fußball

Langenhagen Mit drei Generationen beim Fußball

Viele Fans von Hannover 96 mussten am Wochenende beim Heimspiel gegen die TSG 1899 Hoffenheim Abschied nehmen von der Fußball-Bundesliga. Dazu zählten auch die Schulenburger Heinrich, Lutz und Bennet Döpke.

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Vater Lutz (von links), Sohn Bennet und Opa Heinrich Döpke verfolgen das Spiel.

Quelle: Stephan Hartung

Schulenburg. Angefangen hat alles am 70. Geburtstag von Heinrich Döpke. „Wir haben uns überlegt, was wir ihm schenken können – und uns für eine Dauerkarte von 96 entschieden“, erzählt sein Sohn Lutz Döpke, Mitglied im Ortsrat Schulenburg. Er kaufte noch zwei Saisontickets dazu, fertig war die ständige Verabredung. „So haben wir immer wieder feste Zeiten, um innerhalb der Familie Nachmittage zu verbringen“, sagt er.

Seit zehn Jahren haben die Döpkes nun die Dauerkarten, seit vier Jahren ist Bennet der Nutzer der dritten Karte, sodass jedes 96-Heimspiel zum Termin für Opa, Vater und Enkel wird – drei Generationen gehen also zusammen zum Fußball.

An sein erstes Spiel in der Arena kann sich Bennet noch genau erinnern. „Das war gegen Dortmund, und es ging 1:1 aus.“ Bei dieser Partie am 7. Oktober 2012 glich Mame Diouf gegen den amtierenden deutschen Meister wenige Minuten vor Schluss zum 1:1-Endstand aus – der damals sieben Jahre alte Bennet fuhr mit dem Gefühl eines Sieges heim.

Seitdem ist er ein großer Fan – sein mit Fotos und Trikots dekoriertes Zimmer ist komplett in Schwarz-Weiß-Grün gehalten, er schläft in 96-Bettwäsche, außerdem verfolgt er die Spiele aufmerksam. „Ich bin immer wieder überrascht: Bennet konzentriert sich 90 Minuten auf das Spiel. Andere Kinder in seinem Alter finden vielleicht anfangs Stadion und Atmosphäre toll, langweilen sich dann aber schnell“, sagt Lutz Döpke und erzählt mit einem Augenzwinkern, „dass mein Vater nicht mehr so gut sehen kann, Bennet sagt ihm dann, wer gerade am Ball ist oder den Eckball getreten hat“.

Heinrich Döpke wird übrigens am 23. August runde 80 Jahre alt. Sein neues Lebensjahr wird er dann hinsichtlich Fußball in der 2. Liga erleben müssen. „Das ist uns egal, wir gehen auch mit in die 2. Liga. Fußballspiele mit 96 in der Arena – das sind unsere gemeinsamen Unternehmungen“, sagt Lutz Döpke und lacht.

Von Stephan Hartung

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