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Beim Straßenausbau auch an die Radler denken

Langenhagen Beim Straßenausbau auch an die Radler denken

Um expansionswillige Unternehmen in der Stadt zu halten, müssen Gewerbeflächen her. Etwa westlich der Münchner Straße. Dafür muss ein schmaler Wirtschaftsweg ausgebaut werden. Mit den Plänen hat sich am Dienstagabend der Verkehrsausschuss befasst.

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Heiß diskutiert: Der Ausbau des Armslohweges als Erschließungsstraße für ein neues Gewerbegebiet.

Quelle: Malecha (Archiv)

Langenhagen. Wie bereits in den vorherigen Sitzungen der Ortsräte Schulenburg und Godshorn sprach sich der Verkehrsausschuss ebenfalls für den Ausbau des Armslohweges aus, um die weiteren Planungen für das Gewerbegebiet zu forcieren. Allerdings, wie es zuvor die beiden Ortsräte in einem Ergänzungsantrag vorsehen, mit vier Bedingungen. Bis auf eine Gegenstimme folgte dem auch der Ausschuss.

Um nun die knapp 28 Hektar große Fläche westlich der Münchner Straße im Gewerbegebiet Godshorn zu entwickeln, wird die Verwaltung aufgefordert, eine Absperrung des Armslohweges am Ende des Wendehammers vorzusehen. Zudem soll für eine künftige Auffahrt auf die A 352 in westliche Richtung die dafür notwendige Flächen freigehalten werden. Der ökologisch Wertes des Streielsgrabens soll im Zuge der Umlegung des Gewässers gesteigert werden.  Bei den weiteren Planungen und der damit einhergehenden Verbreiterung des Armslohweges müssen die Radfahrer im Wegesystem Berücksichtigung finden.

Im Vorfeld der Abstimmung hatte es eine lebhafte Debatte über eben die Situation der Radfahrer im Bereich der an den Armslohweg angrenzenden Münchner Straße gegeben. Dort gibt es seit Novellierung der Straßenverkehrsordnung keine Radwegebenutzungspflicht mehr. Das bedeutet, Radler dürfen auf der Straße fahren. Denn auf dem schmalen Gehweg links und rechts der Münchner Straße gelte für Radfahrer maximal Tempo 10.

Nach Angaben von Karl-Heinz Dahlke führt das Fahren auf der Straße ständig zu brenzligen Situationen mit dem dort vorherrschenden starken Schwerlastverkehr. Weil er vermeintlich die Fahrer behindert habe, seien ihm gar „Schläge angedroht worden“. „Die Fehler, die wir seinerzeit an der Münchner Straße gemacht haben, sollten wir am Armslohweg nicht wiederholen“, meinte der Sozialdemokrat mit Blick auf die viel zu schmal gebauten Gehwege, die eigentlich keinen Radverkehr zulassen. Das findet nicht nur Zuspruch bei Michael Horn von den Grünen, der Dahlkes Beobachtungen mit hupenden und pöbelnden Lastwagenfahrern bestätigen kann, sondern auch bei Lutz Döpke von der CDU.

Auch der ADFC fordert von der Stadt, in diesem von Radfahrern stark genutzten Bereich mehr für sie zu tun, als bisher. Am besten Radwege bauen, meint ADFC-Sprecher Reinhard Spörer. An der Münchner Straße geht er noch einen Schritt weiter. Wegen des dort starken Schwerlastverkehrs - und einem nicht unerheblichen Radfahreraufkommens - sieht er dort nur eine Möglichkeit: Es muss der auf der Nordseite parallel zur Fahrbahn angelegte Parkstreifen in einen Radweg umgebaut werden. Auch für den Armslohweg fordert Spörer einen durchgehenden Radweg.

Diese Forderungen stünden im "engen Zusammenhang mit dem Anstieg der Radfahrunfälle in Langenhagen um 13 Prozent im letzten erfassten Jahr", untermauert der ADFC-Sprecher. Den Bekenntnissen der Stadt zu mehr Fahrradverkehr müsse auch eine Bereitstellung entsprechender Infrastruktur folgen, meint Spörer.

Von Sven Warnecke

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