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Betriebe sollen um Mitarbeiter besser werben

Langenhagen Betriebe sollen um Mitarbeiter besser werben

Die Mitarbeiter in den Vordergrund rücken - das ist die Botschaft, die Referent Stefan Wagner beim Langenhagener Wirtschaftsstammtisch vermittelt hat. 140 Gäste hörten den Vortrag und nahmen jeder seine ganz eigenen Anregungen mit.

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Gastgeber Claus Holtmann (von links), Bürgermeister Mirko Heuer und Referent Stefan Wagner.

Quelle: Nils Oehlschläger

Langenhagen. „Lernen Sie sich als Arbeitgeber kennen und nehmen Sie ihre Mitarbeiter mit ins Boot“, riet der Marketing-Experte den rund 140 geladenen Gästen im Ausstellungsraum auf dem Firmengelände des Gastgebers Claus Holtmann. „Sprechen Sie mit Ihrem Mitarbeiter, er ist Ihr Informant.“

Der Grund: Durch den demografischen Wandel haben auch mittelständische Betriebe bald mehr Druck bei der Suche nach qualifizierten und zum Unternehmen passenden Mitarbeitern. Diese wiederum profitieren durch eine größere Auswahl am Arbeitsmarkt. Um im Wettbewerb nicht zurückzufallen, müsse man stattdessen auffallen, meint Wagner. Am besten ginge das, indem sich die Betriebe ihres ganz eigenen Charakters bewusst würden - um diesen zu nutzen. „Auch Sie sollten versuchen, Ihre Individualität als Marke zu lenken“, sagte der Marketing-Stratege.

Geschäftsführer Holtmann sieht sein eigenes Unternehmen dabei auf einem guten Weg. „Wir haben bereits ein paar Dinge eingeführt, die bisher nicht unbedingt mittelstandstypisch waren“, sagte er.

Seine Gäste konnten den ein oder anderen Denkanstoß auf ihre Firmen übertragen. „Ich habe mitgenommen, über die Sichtweise des eigenen Unternehmens nachzudenken“, sagte Geschäftsführer Sebastian Kühn vom Gebäudereiniger Perfekta.

Andere fühlen sich dort schon weiter. „Wir sind auf Facebook unterwegs und generieren dort auch Bewerbungen“, sagt Geschäftsführer Gregor Brill vom Seniorenheim Bachstraße. Weniger digital hält es Sonja Vorwerk-Gerth, die die Geschäfte eines ambulanten Pflegedienstes leitet. „Gerade in unserem Metier ist Personalmangel ein Thema“, sagt Vorwerk-Gerth. Sie geht bei der Auswahl ihrer Mitarbeiter besonders sorgfältig vor. „Ich habe oft Einstellungsgespräche, die bis zu drei Stunden dauern, damit ich den Menschen kennenlerne.“

Von Nils Oehlschläger

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