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Bienen produzieren im IKEP auf Hochtouren

Langenhagen Bienen produzieren im IKEP auf Hochtouren

Seit Anfang Juli befinden sich im Interkulturellen Erlebnispark (IKEP) zwei Bienenvölker. Der Hobby-Imker Peter Gaschko hatte zwei seiner drei Völker dort angesiedelt, nachdem der Verein Bürger für Kaltenweide (BfK) an ihn herangetreten war. Es geht vor allem um die Attraktivität im IKEP.

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Peter Gaschko (rechts) erklärt Rabea Lachkham und Florian Windeck den Bienenstock.

Quelle: Stephan Hartung

Kaltenweide. Angefangen hat eigentlich alles vor eineinhalb Jahren. „Meine Frau hatte im Fernsehen einen Bericht über das Bienensterben gesehen. Das hat mich sensibilisiert, etwas dagegen zu unternehmen und die Bienen zu retten“, berichtet Gaschko, der im Berufsleben einen Sicherheitsdienst leitet.

In seiner Freizeit ist er seitdem Hobby-Imker von Bienen auf dem heimischen Carport und Mitglied des Imkervereins Langenhagen. Mit zwei Völkern ist Gaschko in den IKEP umgezogen, wo sich nach seiner Schätzung nun rund 50.000 Bienen befinden. Und die Tiere sind richtig produktiv: Zusammen haben es die Völker auf 60 Kilogramm Honig gebracht. „Ich bin froh, alle drei Wirtschaftsvölker erfolgreich über den Winter gebracht zu haben. Es ist wirklich gut gelaufen und hat eine Menge Spaß gemacht“, zieht Gaschko Bilanz.

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Auch die Gesundheit seiner kleinen Schützlinge begeistert den Imker: „Der Befall von Varroamilben ist sehr gering. Das heißt, ich habe bei der Behandlung der Tiere scheinbar alles richtig gemacht“, erklärt Gaschko. Die Varroamilbe gilt als eine der Hauptursachen, des in Deutschland immer wieder auftretenden, seuchenartigen Bienensterbens. Und das sind nicht die einzigen Zahlen. „Bienen sind nach Schwein und Rind das wichtigste Nutztier. 84 Prozent unserer Lebensmittel sind vom Bestäuben der Bienen abhängig“, erläutert der Hobby-Imker. Er hat sein Herz für diese Insekten entdeckt.

Das liest man auch bei einer hitzigen Diskussion auf Facebook, bei der es um ein Kleefeld geht. „Ich war mit meinem Hund unterwegs und habe gesehen wie das Feld gerade gemäht wurde. Das ist für mich unverständlich – gerade im Frühjahr benötigen die Bienen jede Blüte“, erklärt er. Auf seinen Protest reagierte die Stadt: Gaschko erhielt vom Grünflächenamt Unterlagen, in denen er die bedeutsamen Felder markieren könne.Außerdem plane er, der Stadt einen Vorschlag für eine Wildblumenwiese zu unterbreiten.

Dass etwas gegen das Bienensterben getan werden muss und die Insekten Hilfe brauchen, da sind sich BfK und Gaschko einig. „Wir wollen gern Projekte und Führungen mit Kindergärten und Schulen machen und den Kindern näher bringen, wie wichtig Bienen sind“, sagt BfK-Vorsitzender Florian Windeck.

Von Stephan Hartung

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