Volltextsuche über das Angebot:

9 ° / 8 ° Regenschauer

Navigation:
Bienen fliegen auf das Rathaus

Langenhagen Bienen fliegen auf das Rathaus

Was haben Städte wie Wien oder Wiesbaden mit der vergleichsweise kleinen Kommune Langenhagen gemein? Alle drei setzen Bienen für das Stadtmarketing ein. Mit Beginn der Saison sollen die Insekten auf dem Dach des Rathauses Honig produzieren, den die Verwaltung dann zu Imagezwecken verschenken will.

Voriger Artikel
Das Ehrenamt macht Eindruck
Nächster Artikel
Stadt informiert über Flüchtlingsquartier

Bürgermeister Mirko Heuer (links) lässt sich von Imker Roman Kunkiel die Arbeit am Bienenstand erläutern.

Quelle: Sven Warnecke

Langenhagen. Seit kurzem hat Imker Roman Kunkiel auf dem Langenhagener Rathausdach seinen Bienenstand aufgebaut. Dank der luftigen Höhe dürften die Stöcke so auch sicher vor Langfingern sein. In den künstlichen Höhlen warten nun drei Völker mit etwa 25 000 Bienen auf wärmere Temperaturen, um auszufliegen und das zu tun, wofür die Insekten da sind: Nektar sammeln und Honig produzieren. Kunkiel rechnet nach eigenen Angaben damit, mit Beginn der Rapsblüte die erste Ernte einfahren zu können.

Und warum das ganze? „Wir wollen den Honig nicht verkaufen“, betont Rathauschef Mirko Heuer, der nach eigenem Bekunden selbst großes Interesse an der Imkerei hegt. „Ich wollte schon immer selbst Bienen haben“, berichtet der Bürgermeister. Doch das sei ihm neben seinen Hühnern dann zu zeitaufwendig. Doch dann habe er beim letzten Tag der offenen Tür im Langenhagener Vogelschutzgehölz den Imker kennengelernt. Gemeinsam mit Kunkiel sei dann die Idee mit dem Bienenstand auf dem Rathausdach entwickelt worden.

Die Stadt hat mit dem Imker einen Vertrag geschlossen, der die Kommune verpflichtet, den gesamten Honig abzunehmen. Kunkiel rechnet mit etwa 15 Kilogramm pro Bienenstock. Die Produktion verschwindet dann in 250-Gramm-Gläsern und dient der Stadt als besonderes Präsent. Diese Art von Stadtmarketing pflegen so große Städte wie Wien oder Wiesbaden, berichtet Bürgermeisterreferent Roman Sickau.

Einen Namen für die Geschenke hat die Stadtverwaltung aber noch nicht parat. Und ob sie mit Blick auf das Stadtlogo und in Anlehnung an eine bekannte Senfmarke auf „Löwen-Honig“ setzen, ist nach Heuers Dafürhalten wohl doch eher unwahrscheinlich. Ihm schwebe eher etwas in Verbindung mit dem Begriff „Rathaus“ vor.

Von Sven Warnecke

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
Schulzentrum Langenhagen

Nahezu vollständig müssen das Gymnasium und ein Teil der IGS abgerissen und neu gebaut werden, weil der Brandschutz nicht gewährleistet ist. Mehr zum Schulzentrum Langenhagen lesen Sie hier. mehr