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Musikschule will einladen - und braucht Geld

Langenhagen Musikschule will einladen - und braucht Geld

Zarte Zweifel hatten angesichts überzeugender Erfahrung am Ende keine Chance: Bis zu 50.000 Euro darf die Musikschule Langenhagen als städtischen Zuschuss einplanen, um 2018 das nunmehr 7. Treffen der Musikschulen auf heimischen Boden auszurichten. Die Institution feiert dann ihren 40. Geburtstag.

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Einmal im Jahr lädt die Musikschule Langenhagen jede Menge Gepäck und Musiker in Busse ein, um gemeinsam auf Föhr zu musizieren. Für das kommende Jahr nun geht die Einladung nach draußen: Zum 40. Geburtstag der Musikschule sollen jede Menge Gäste nach Langenhagen kommen.

Quelle: Neander (Archiv)

Langenhagen. Für die Neulinge im frisch gewählten Rat klang die Zahl noch allzu imposant. Doch die Bitte der CDU-Ratsfrau Jessica Golatka, man möge den Antrag der Musikschule Langenhagen auf einen Zuschuss von "bis zu 50.000 Euro" noch einmal in die Fraktionen vertagen, um mehr Informationen zu erhalten oder gar Sparvorschläge, fand am Ende nur Mitstreiter in ihrer eigenen Partei. Und so geht der von Musikschulchef Manfred Unger im Bildungsausschuss vorgetragene Antrag mit sieben Ja-Stimmen und vier Enthaltungen als deutliche Empfehlung in den Rat. Dieser entscheidet über den Haushalt 2017 und gibt damit aller Voraussicht nach Unger Grünes Licht für den Beginn der Planung.

Diese ist nicht einfach. Und deshalb bat auch Sozialdezernentin Monika Gotzes-Karrasch unumwunden um Unterstützung des gleichwohl großzügigen Förderantrages. Die Musikschule will in 2018 und damit anlässlich ihres 40-jährigen Bestehens zum nunmehr siebten Mal ein internationales Musikschultreffen in Langenhagen ausrichten. Während dieses Treffens sollen internationale Ensembles auf dem Marktplatz wie auch im Theatersaal Konzerte geben. Zudem soll es viele Möglichkeiten des gemeinsamen, kulturübergreifenden Musizierens geben.

Weil diese Planung einen enormen Vorlauf benötigt, braucht Unger, wie er dem Ausschuss berichtete, finanzielle Sicherheit bereits ein Jahr vorher. "Weil ich dann aber erst einladen kann, weiß ich jetzt noch nicht, wie viele Teilnehmer kommen und wie hoch tatsächlich unsere Kosten sein werden", erläuterte Unger und beteuerte: "Alles, was ich nicht benötige, zahle ich natürlich zurück."

Große Chancen darauf hatte Unger zuvor allerdings schon in Zweifel gezogen. Beim letzten vergleichbaren Treffen 2012 habe der seinerzeit bereitgestellte Zuschuss von 40.000 Euro am Ende nicht gereicht. "Wir mussten kurzfristig Programmpunkte streichen, was bei allen eine ungute Stimmung erzeugte." Dies würde er gern dieses Mal vermeiden. Zudem werde nichts billiger.

Unger zur Seite sprangen in der Diskussion des Ausschusses ältere Ratsmitglieder zur Seite. Wolfgang Kuschel (SPD) beteuerte, die Unterkünfte der Gäste seien keineswegs luxuriös. Silke Kaune, Lehrkraft am Gymnasium und als Lehrer-Vertreterin im Ausschuss, zog einen Vergleich zum Niveau von Klassenfahrten und attestierte Ungers Kalkulation Schlüssigkeit. Gotzes-Karrasch sprach Golatkas Wunsch auf eine weitere Diskussion aus zwei Gründen Sinnhaftigkeit ab: Zum einen könne Unger auch bei einer weiteren Beratung keine zusätzlichen Informationen liefern, da die Zahl der Gäste, die Größe der Ensembles und das daraus resultierende Programm in jedem Fall erst nach Aussprache der Einladung zu ermitteln sei. Zum anderen sei der Antrag haushaltsrelevant und müsse deshalb vor der Ratssitzung erfolgen. Warum der Antrag Ungers allerdings erst einen Tag vor dieser Sitzung vorgestellt werden konnte, darüber erfuhren die Politiker an diesem Abend nichts.

Musikschultreffen ist am Mittwoch Thema im Rat 

Über den Antrag zur Förderung des Internationalen Musikschultreffens beraten am Mittwoch, 22. März, die Mitglieder des Langenhagener Rates. Die öffentliche Sitzung mit 29 Beratungspunkten beginnt um 18 Uhr im Ratssaal des Rathauses, Marktplatz 1. Weitere Tagesordnungspunkte der von der Stadtverwaltung im März zusätzlichen anberaumten Sitzung sind eine Entscheidung über die Ganztagsbetreuung für Grundschüler in Krähenwinkel sowie über das Tarifsystem und die Eintrittspreise für die Wasserwelt Langenhagen. Außerdem befindet der Rat über den Antrag, einen Dienstleistungspool Gebäudemanagement zu prüfen. Zudem entscheidet der Rat, welcher Investor in Schulenburg altersgerechte Wohnungen bauen soll sowie über den Bürgerhaushalt des laufenden Jahres. Vor und nach der Beratung können Einwohner Fragen an die Kommunalpolitiker und Mitarbeiter der Stadtverwaltung stellen.

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