Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / -2 ° Nebel

Navigation:
Bis zu 300 Flüchtlinge werden Freitag erwartet

Langenhagen Bis zu 300 Flüchtlinge werden Freitag erwartet

In der Notunterkunft an der Hans-Böckler-Straße werden deutlich weniger Flüchtlinge untergebracht als geplant. Zudem zeigt sich die Region solidarisch: Die Zusatzbelegung in Langenhagen soll zu einem Teil anerkannt und von den übrigen Kommunen mitgetragen werden.

Voriger Artikel
NVL und Nabu säubern Nistkästen
Nächster Artikel
Café Monopol hat neue Pläne

In dieser Notunterkunft werden bis zu 300 Menschen Platz finden.

Quelle: Rebekka Neander

Langenhagen. Bis Freitag, 18 Uhr, soll alles fertig sein. Dann werden bis zu 300 Flüchtlinge in einem Hallenkomplex an der Hans-Böckler-Straße das erste Mal durchatmen können, ärztlich versorgt werden und ein eigenes Bett zum Schlafen bekommen. Wenn sie darauf sofort einschlafen, dann wird das Tim Heinrich nicht erstaunen. Der Leiter des Nordhannoverschen Ortsvereins der Johanniter hat dies mehrfach erlebt. Die Notunterkunft, die seit Mittwochabend unter anderem vom Technischen Hilfswerk umgebaut wird, ist die vierte in zehn Tagen unter Heinrichs Mitwirkung.

Im Erdgeschoss des vom Land angemieteten und betriebenen Gewerbekomplexes werden Sanitärcontainer, ein Platz zum Wäschewaschen, ein Aufenthaltsraum zum Essen sowie Räume für die Sanitäter und Betreuer eingerichtet. Im Obergeschoss wurden vorhandene Zimmer für die Flüchtlinge vorbereitet. Dazu wurden Hilfskräfte verschiedener Einrichtungen herangezogen sowie Angehörige der Bundeswehr. „Die werden die ganze Nacht damit zu tun haben“, kündigte Heinrich an. Leichtbauwände werden nicht gebraucht. „Es sind ausreichend Räume vorhanden.“

Wer genau kommen wird und von wo, wird bis zum Eintreffen des ersten Busses nicht klar sein. „Das entscheidet das Innenministerium nach akuter Lage“, sagte Heinrich. In der Einrichtung werden die Flüchtlinge ärztlich auf Krankheiten und akute Verletzungen untersucht. Zudem wird es ersten Sprachunterricht geben.

Die Betreuung der in dieser Notunterkunft untergebrachten Menschen wird zum Teil auch von Mitarbeitern der Stadt koordiniert. Bürgermeister Mirko Heuer drang bei der Runde seiner Kollegen auf Regionsebene am Mittwoch darauf, dies anzuerkennen. Die Größe der Flüchtlingsgruppe, so Heuer am Donnerstag, werde wohl „zu einem wesentlichen Teil“ angerechnet. Diese Zahl an zugewiesenen Personen werde dann auf alle anderen Regionskommunen gleichmäßig verteilt.

Einsatzkräfte und Stadt Langenhagen bitten um Hilfe

Ehrenamtliche Helfer: Für die Notunterkunft melden sich Ehrenamtliche unbedingt unter Telefon (0511) 67896633 oder per E-Mail an fluechtlingshilfe.nb@johanniter.de an. Die Stadt Langenhagen nimmt Helferangebote für ihre Unterkünfte unter Telefon (0511) 73079108 entgegen. Dolmetscher für alle Unterkünfte können sich unter Telefon (0511) 73079101 oder 73079102 melden. 

Sachspenden: Die Stadt hat eine Kooperation mit dem Fairkaufhaus im CCL schließen können und sucht dafür jedoch einen Lagerraum. Sofort benötigt werden Badelatschen. Diese können im Fairkaufhaus abgegeben werden. Was außerdem benötigt wird, ist offen. Die Hilfskräfte bitten deshalb um Geduld, loben aber durchweg die enorme Hilfsbereitschaft der Menschen an allen Standorten der in jüngerer Zeit aufgebauten Notunterkünfte.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Stadt sucht Unterkünfte

Auf der Suche nach Unterkünften wälzt die Stadt Hannover ungewöhnliche Ideen – holt sich aber viele Absagen ab. „Wir suchen im gesamten Stadtgebiet nach Alternativen“, sagt ein Stadtsprecher. Um zusätzliche Plätze in Notunterkünften einzurichten, arbeiten die Einsatzkräfte der Feuerwehr und der DLRG auf Hochtouren.

mehr
Mehr aus Nachrichten
Schulzentrum Langenhagen

Nahezu vollständig müssen das Gymnasium und ein Teil der IGS abgerissen und neu gebaut werden, weil der Brandschutz nicht gewährleistet ist. Mehr zum Schulzentrum Langenhagen lesen Sie hier. mehr