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Feuer beschädigt Peko-Halle massiv

Langenhagen Feuer beschädigt Peko-Halle massiv

Kein Schulsport mehr, keine Treffen der Awo in den nächsten Wochen: Nach einem Brand am Dienstagmorgen ist die Peko-Halle gesperrt. Ob und wann sie wieder genutzt werden kann, ist völlig offen. Die Polizei geht von Brandstiftung aus und schätzt den Schaden auf 30.000 Euro.

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Das Feuer eines Containerbrandes hat auf die Peko-Halle übergegriffen - diese ist jetzt nicht mehr nutzbar.

Quelle: Bismark

Langenhagen. Gegen 5.30 Uhr erreichte die Alarmierung die Ortsfeuerwehr Langenhagen - demnach sollte Gerümpel in einem Container brennen. 20 Einsatzkräfte rückten unter der Leitung von Marcel Hofmann mit drei Fahrzeugen aus, bei ihrem Eintreffen hatten bis zu drei Meter hohe Flammen bereits auf das Dach und die Wand der Peko-Halle beschädigt. Hofmann setzte nach Aussage von Feuerwehrsprecher Christian Hasse einen Trupp unter Atemschutz ein, um den Brand von außen zu bekämpfen. Weitere Einsatzkräfte bekämpften das Feuer im Gebäude - ebenfalls mit Atemschutz - und kontrollierten mit einer Wärmebildkamera, um mögliche Glutnester zu finden.

Nach mehr als einer Stunde war das Feuer gelöscht, wie Hasse mitteilte. Seinen Angaben zufolge hatte sich der Rauch im gesamten Gebäude verteilt. Deshalb schuf die Feuerwehr mehrere Öffnungen, durch die der Rauch abziehen konnte, und setzte Gebläse ein. Gegen 8 Uhr endete der Einsatz.

"Das Gebäude kann vorerst nicht genutzt werden", sagt Stadträtin Monika Gotzes-Karrasch. Wie lange die komplette Sperrung andauere, lasse sich derzeit nicht sagen. Betroffen davon sind die Schüler von IGS und Gymnasium sowie die Awo-Begegnungsstätte. "Wir müssen jetzt auf grünes Licht warten und bis dahin den Schulsport ins Freie verlegen", sagt Matthias Brautlecht, Leiter des Gymnasiums, und hofft deshalb für die nächsten Tage auf gutes Wetter. Allein 15 Lerngruppen sind nach Aussage von IGS-Leiter Timo Heiken an seiner Schule betroffen. Und auch wenn der Sport nach draußen verlagert werde: "Uns fehlen auch die Umkleideräume." Nun müssten alle improvisieren: "Es hilft ja nichts."

Fassungslos stehen auch Hedda Böwer und Antje Gemm von der Awo vor dem Gebäude. Direkt vor den Fenstern von Küche und Lager habe der Container gestanden, sagt Gemm. Deshalb beschädigten Feuer, Ruß und Löschwasser diese beiden Räume besonders massiv. "Den Container haben ganz unterschiedliche Leute für das Entsorgen benutzt, der ist seit Wochen nicht geleert worden", weiß sie. Nu liegen die verkohlten Reste unter dem Fenster, die Holzverkleidung darüber ist schwarz gebrannt.

"Ob wir etwas retten können, weiß ich noch nicht", sagt Böwer, denn: "Der Rauch ist überall hin gezogen." Beide Frauen versuchen, die Besucher der Begegnungsstätte anzurufen, die normalerweise nachmittags zum Klönen, Kaffeetrinken und Spielen kommen. "Noch am Montag saßen wir alle hier zusammen, und heute haben wir keinen Treff mehr", sagt sie. Und Gemm ergänzt: "Die Bilder gehen mir unter die Haut, wir haben hier so viel mit Herzblut reingesteckt und können vielleicht nichts mehr retten."

Brandermittler der Polizei haben das Gebäude am Dienstagvormittag untersucht, sie gehen von Brandstiftung aus. Der Schaden liegt bei 30 000 Euro. Hinweise auf den oder die Täter nimmt der Kriminaldauerdienst unter Telefon (05 11) 1 09 55 55 entgegen.

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