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Bürgermeister wird auf Facebook ausfallend

Langenhagen Bürgermeister wird auf Facebook ausfallend

Einbrecher haben aus dem Materialcontainer des Abenteuerlandes in Langenhagen unter anderem einen Stromgenerator und eine Kettensäge gestohlen - und damit auch den Ärger des Bürgermeisters Mirko Heuer auf sich gezogen. Der äußerte seine Wut auf Facebook.

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Der Dieb solle mit der Beute kein Glück haben, so interpretiert Bürgermeister Mirko Heuer sein Statement in den sozialen Medien.

Quelle: Neander

Langenhagen. Am Donnerstagnachmittag fiel der Diebstahl den Freiwilligen auf, kurze Zeit später postete Lothar Paetz vom Verein den Verlust und einen Zeugenaufruf bei Facebook. Darauf reagierte auch Bürgermeister Mirko Heuer, einer der Initiatoren: „Auf dass die Diebe sich einen Stromschlag am Generator holen und sich mit der Kettensäge in die Gliedmaßen schneiden“, formulierte er seine Meinung.

„Es hat mich tierisch geärgert, weil ich weiß, wie viel Arbeit hinter all dem steckt“, sagte Heuer am Freitag und fügte hinzu, er habe den Dieben lediglich kein Glück mit den „geklauten Geräten“ wünschen wollen. Dass er eine so drastische Formulierung gewählt habe, hänge mit seiner Wut zusammen. „Niemand stirbt am Stromschlag eines Generators, und wer sich mit der Kettensäge schneidet, amputiert sich nicht gleich“, sagte er. Gleichwohl reagierte Heuer kurz danach via Facebook: „Mögen die Diebe also körperlich unversehrt bleiben, dafür aber schnellstmöglich gefasst und einer (natürlich) gerechten Strafe zugeführt werden.“ Er habe seinen ersten Post getippt, ohne eine Nacht darüber zu schlafen. Künftig werde er sich mit Emotionen zurückhalten.

Kommentar: Heuer agiert nicht privat, 
sondern als Amtsperson

Natürlich lässt sich der Ärger der Ehrenamtlichen im Abenteuerland nachvollziehen: Sie haben sich – vor allem auf Initiative des Bürgermeisters – gegen viele Widerstände behauptet, haben Fördergeld an unterschiedlichen Stellen eingetrieben, haben in ihrer Freizeit das Areal hergerichtet. Natürlich fallen einem angesichts einer solch sinnlosen Straftat etliche Worte ein, mit denen sich die Wut gut kanalisieren lässt. All das ist verständlich. Doch in diesem Fall hakt der Wutanfall an zwei Stellen: Die Worte verbreiten sich dank des Internets sehr schnell. Und sie kommen von Mirko Heuer, der eben nicht als Vereinsmitglied in der Öffentlichkeit steht, sondern als Bürgermeister. Und in dieser Position sollte er in der Tat künftig erst einmal eine Nacht über die Wut schlafen, ehe er sich öffentlich zu Wort meldet.

bis

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