Langenhagen. Wie Ministeriumssprecherin Heinke Traeger auf Anfrage mitteilte, sei ihr Haus in dieser Angelegenheit nicht zuständig. Schließlich sei die Paracelsus-Klinik ein privates Unternehmen - somit habe das Sozialministerium auch keine Handhabe, gegen die Entscheidung, die Geburtshilfe in Langenhagen zu schließen, vorzugehen. Traeger versuchte aber mit dem Verweis auf die geburtshilfliche Versorgungsdichte in der Region Bedenken zu zerstreuen, dass es mit dem Ende der Langenhagener Station bei Geburten zu Engpässen kommen könnte.
Gleichwohl bestätigte das Ministerium, dass die Paracelsus-Klinik in den vergangenen Jahren vom Land finanziell gefördert worden ist. So seien 1999 sieben Millionen Euro in das Bettenhaus geflossen - unter anderem wurde in das sogenannte Wöchnerinnenhaus investiert. Die Kritiker der Schließungspläne hatten angeführt, dass dieses Steuergeld dann ja auch ans Land zurückfließen müsste.
Bürgermeister Friedhelm Fischer greift nach der Absage Özkans aber den Vorschlag des Sozialministeriums auf, die Protestnote mit den knapp 3300 Unterschriften an den Krankenhausträger weiterzuleiten. Das Schreiben habe sein Büro inzwischen auf den Weg gebracht, um „damit die emotionale und regionale Betroffenheit zum Ausdruck zu bringen“. „Zudem wollte ich damit aufzeigen, welchen guten Ruf und hohen Stellenwert die Abteilung in Langenhagen hat“, betonte Fischer.
