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Bürgermeister ist sauer auf Ortsrat

Langenhagen Bürgermeister ist sauer auf Ortsrat

Die brüske Ablehnung des Vermarktungs-Vorschlages der Stadt für das neue Baugebiet an der Dorfstraße durch den Schulenburger Ortsrat hat ein Nachspiel. Bürgermeister Mirko Heuer weist die Kritik an den Vergabekriterien des Gremiums scharf zurück. Seine Bitte um Mitarbeit sei ungehört verhallt.

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Wann die Stadt nun mit dem Verkauf der Grundstücke beginnen kann, ist derzeit völlig offen.

Quelle: Stadt Langenhagen

Schulenburg. Die Grundstücke zu klein, der Punktekatalog für die Vergabe der 75 Grundstücke unbrauchbar - die Drucksache der Stadt zur Vermarktung des lang umstrittenen Baugebietes an der Dorfstraße hat im Schulenburger Ortsrat eine deftige Klatsche erhalten. Ebenso deutlich formuliert Bürgermeister Mirko Heuer jetzt seine Antwort. Die Politik, so der Verwaltungschef als Reaktion auf den Bericht in dieser Zeitung, habe sich in keiner Weise beteiligt. Und dies, obwohl Heuer explizit um Mitarbeit gebeten hatte.

So hatte das Team der städtischen Wirtschaftsförderung Heuer mit einer Auswahl von möglichen Vergabekriterien versorgt. Diese, berichtete Wirtschaftsförderer Jens Monsen, habe der Bürgermeister in der Runde der Fraktionsvorsitzenden und Einzelratsmitglieder vorgestellt. "Als Antwort kam die Bitte an die Verwaltung, sie möge einen Vorschlag erarbeiten." Eigene Vorschläge seien indessen aus der Politik nicht an die Verwaltung herangetragen worden. 

Die jetzt vorlegten Vergabekriterien für die 75 Grundstücke sind laut Monsen ganz bewusst sehr klar formuliert worden. "Wenn der Ortsrat jetzt sagt, es sollten auch Kinder von Schulenburgern berücksichtigt werden, die früher einmal dort gewohnt haben", mahnt Monsen, "dann weiß ich doch gar nicht, wo ich die Grenze ziehen soll - bei den Eltern, den Großeltern oder wo?"

Auch die Kritik an den Grundstücksgrößen können weder Heuer noch Monsen nachvollziehen. Es sei zwar richtig, dass der Ortsrat ganz zu Anfang der Diskussion vor rund zwei Jahren für Einfamilienhäuser Parzellen von rund 600 Quadratmetern und für die Doppelhäuser insgesamt 800 Quadratmeter gefordert habe. "Um aber im Laufe der Diskussion noch mehr Grünanteil wie gewünscht zu erreichen und verantwortungsvoll mit der Ressource Bauland umzugehen, sind wir dann auf knapp 500 und rund 700 Quadratmeter runtergegangen", sagt Monsen. "Aber dieser Plan ist seit Monaten bekannt und war auch Grundlage des Aufstellungsbeschlusses, der vom Ortsrat und vom Rat beschlossen worden ist." Seither sei daran nichts mehr verändert worden.

Heuer will die Drucksache nun erneut dem Ortsrat vorstellen. "Dann sollen die doch Vorschläge zur Vermarktung machen, wenn ihnen unsere Ideen nicht passen", formuliert er wenig diplomatisch und kritisiert dabei unter anderem seinen CDU-Parteikollegen, den Ortsbürgermeister Dietmar Grundey.

Dabei drängt laut Monsen durchaus die Zeit. Eigentlich sollte die Vermarktung für beide Bauabschnitte parallel noch in diesem Jahr beginnen. "Es haben sich bereits knapp 400 Interessenten bei uns gemeldet", berichtete Monsen, "und das sind keine Karteileichen." Sie alle seien über den bisherigen Zeitplan informiert. "Die warten auf unsere Informationen. Nicht zuletzt, um die Finanzierung mit der Bank zu klären."

Die nächste Sitzung des Ortsrats Schulenburg ist erst wieder für den 19. Oktober geplant. Es wird dann die letzte in bestehender Besetzung sein. Am 16. November konstituiert sich das Gremium neu.

Von Rebekka Neander

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