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Bekommt Langenhagen einen Behindertenbeirat?

Langenhagen Bekommt Langenhagen einen Behindertenbeirat?

Soll Langenhagen einen eigenen Beirat bekommen, damit die Stadt barrierefrei wird? Bürgermeister Mirko Heuer will der Geschäftsordnungskommission des Rates einen Behindertenbeirat vorschlagen. Basis des Bündnisses könnte der Arbeitskreis "Barrierefreies Langenhagen" sein.

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Auf Bitten von Albert Schneider wird die für Sehbehinderte und Blinde sehr riskante Treppe vor der Volkshochschule nun von der Stadt aufbereitet.

Quelle: Neander (Archiv)

Langenhagen. Beraten wird die Kommission über den Vorschlag am Montag, 5. Dezember. Und sollte der Vorstoß Heuers Erfolg haben, so hat die Stadt am Ende ihren ersten Behindertenbeirat wohl Albert Schneider zu verdanken. Der selbst sehbehinderte Schneider berät einmal im Monat Schicksalsgenossen im Rathaus, dies im Auftrag des Landesverbandes der Blinden und Sehbehinderten. Schneider war dies allerdings nicht genug. Und weil ihm aus dem Stegreif sofort diverse wahrlich barrierevolle Stellen in Langenhagen einfallen, gründete er einen Arbeitskreis.

Dieser trifft sich nunmehr seit ein paar Monaten regelmäßig und spürt in der Stadt nicht ausreichend sichtbare Treppenstufen wie vor dem Treffpunkt der Volkshochschule auf oder im Nirgendwo endende taktile Leitstreifen wie an der Stadtbahnhaltestelle im Zentrum. Aber Schneider will noch mehr: Über spezielle Piktogramme und einfache Sprache möchte er die Stadt auch für jene erfahrbar machen, deren Intellekt schwächer ausgeprägt ist.

"Ich könnte mir deshalb vorstellen, dass aus diesem Arbeitskreis ein offizielles Gremium wird nach dem Vorbild des Integrationsbeirates", sagte Heuer jetzt dieser Zeitung. Heißt: Keine offizielle Wahl, sondern ein Zusammenschluss von Menschen, "die ihr Interesse bekundet haben".

Der formale Status hätte weitreichende Folgen: "Momentan wissen wir nicht so richtig, wer eigentlich ein Vorschlagsrecht hat für beratende Mitglieder", erläuterte Stadtbaurat Carsten Hettwer. Nach derzeitiger Lage sollen der Badausschuss und der Inklusionsausschuss ein solches Mitglied haben. "Aber eigentlich bräuchten wir dies auch im Stadtplanungs- und im Verkehrsausschuss", sagte Hettwer. Auch diese Details müssten bei grundsätzlicher Zustimmung in der Geschäftsordnungskommission abgestimmt werden.

Die derzeit vakante Stelle des Inklusionsbeauftragten wird laut Heuer wieder besetzt. Wann und wie dies erfolgen wird, hängt von dem Aufbau der neuen Abteilung "Marketing und Kommunikation" ab. Eine Entscheidung sei allerdings zeitnah zu erwarten.

Von Rebekka Neander

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