Volltextsuche über das Angebot:

9 ° / 8 ° Regenschauer

Navigation:
Gemüse von öffentlichem Grün

Kaltenweide Gemüse von öffentlichem Grün

Der Verein Bürger für Kaltenweide (BfK) möchte einen öffentlichen Blumen- und Gemüsegarten anlegen. Er soll jedermann offenstehen, aber auch der Integration von Flüchtlingen dienen, die in das Projekt einbezogen werden sollen.

Voriger Artikel
Arbeiten, wo andere speisen
Nächster Artikel
Wildfänge bauen Hütten und Traumfänger

Gemüse anbauen und ernten im öffentlichen Raum - das möchte der Verein Bürger für Kaltenweide ermöglichen.

Quelle: Symbolbild

Kaltenweide. Die Idee stammt von Ortsbürgermeister Wolfgang Langrehr. Er wird voraussichtlich auch die Leitung eines noch zu bildenden Arbeitskreises im BfK übernehmen. Ihm schwebt ein etwa 200 Quadratmeter großes Grundstück vor, auf dem verschiedene Beete angelegt sowie Bäume und Sträucher gepflanzt werden könnten. Er hat dafür auch schon ein Gelände in der Nähe des Freundschaftswaldes ins Auge gefasst, das der Stadt gehört. Die Eignung müsse aber noch geprüft werden, sagt Langrehr.

Ausgangspunkt seiner Überlegungen war die Notwendigkeit, den in Kaltenweide untergebrachten Flüchtlingen eine Gelegenheit zu einer sinnvollen Betätigung zu geben. So hätten die Sudanesen sich schon für die Reinigung von Feld und Flur im Frühjahr angeboten. „Sie sind willig und möchten helfen“, hat der Ortsbürgermeister erfahren. Und wenn sie in der Öffentlichkeit bei gemeinsamer Arbeit mit Einheimischen gesehen würden, könnten vielleicht auch andere ihre Berührungsängste verlieren, hofft er.

Möglichst noch in diesem Jahr soll der Garten nach den Vorstellungen der Initiatoren angelegt werden. Dafür suche man noch einen Sponsor oder einen Landwirt, der das Grundstück einmal umpflügt, erklärt Florian Windeck vom Vorstand des BfK. Nach Langrehrs Vorstellungen soll der Garten zwar eingezäunt werden, das Tor aber nicht verschlossen sein, sodass jedermann Obst und Gemüse ernten kann – in geregeltem Rahmen. Niemand solle sich hier komplett versorgen, und ein kleines Entgelt wird auch erwartet. „Davon wird dann nachgepflanzt“, erläutert Langrehr das Prinzip und fügt hinzu: „Es wäre toll, wenn das funktioniert.“

Der Ortsbürgermeister hofft außerdem, dass die Flüchtlinge auch Pflanzen beisteuern, die hier den meisten noch unbekannt sind, etwa afrikanische Getreidesorten oder Gewürze. „Das Projekt ist aber auf einen längeren Zeitraum angelegt, nicht nur für die Flüchtlinge“, betont Windeck. Jetzt müsse aber zunächst einmal mit der Stadt verhandelt werden. Außerdem wolle man die Region als Sponsor gewinnen.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
Schulzentrum Langenhagen

Nahezu vollständig müssen das Gymnasium und ein Teil der IGS abgerissen und neu gebaut werden, weil der Brandschutz nicht gewährleistet ist. Mehr zum Schulzentrum Langenhagen lesen Sie hier. mehr