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Beleidigungen gegen Polizisten nehmen zu

Langenhagen Beleidigungen gegen Polizisten nehmen zu

Einblicke in die Arbeit der Polizei in Langenhagen hat jetzt eine Gruppe der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA) bekommen. Vor allem mache den Kollegen der mangelnde Respekt zu schaffen, berichtete Andreas Alder, der Leiter des Kommissariats an der Ostpassage. 

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Blickten gemeinsam in den Arbeitsalltag von Polizisten: Dienstschichtleiter Hendrik Stange (von links), Kriminalermittlungsdienstleiter Rüdiger Vieglahn, Leiter der Dienststelle Andreas Alder, Gesine Saft, Hans Bonnet, Martin Amft und Matthias Rickel (alle CDA).

Quelle: Beckmann

Langenhagen. Nachdem der Verband in der Vergangenheit unter anderem schon den Flughafen besucht hat, wollte CDA-Vorsitzende Gesine Saft nun mehr über die Arbeit der Langenhagener Polizei erfahren. Sie interessierte sich besonders für das Verhalten der Bürger gegenüber der Polizei. Kommissariatsleiter Alder berichtete, dass Beleidigungen gegenüber seinen Beamten in den vergangenen Jahren zugenommen hätten. Es fehle oft an Respekt. Allerdings habe es keine körperlichen Angriffe auf Polizisten gegeben. „Die Belastung ist trotzdem für alle sehr hoch, dennoch sind alle hoch motiviert. Polizist zu sein ist eben eine Berufung“, sagt Alder.

Die Wache sei zwar personell gut aufgestellt, aber man könne immer Verstärkung gebrauchen. Mit Nachwuchsproblemen hat die Langenhagener Polizei nicht zu kämpfen. „Wir haben eine tolle Bewerberlage“, sagte der Leiter des Kriminalermittlungsdienstes, Rüdiger Vieglahn. In ganz Niedersachsen habe es im vergangenen Jahr demnach 6000 Bewerber gegeben. „Bei der Polizei gibt es ein breites Beschäftigungsangebot. Das interessiert junge Leute“, erklärte Vieglahn. Die Palette reiche von der Reiterstaffel über den Streifendienst bis hin zur Bekämpfung der Cyberkriminalität.

Bei einem Rundgang durch die Wache kamen auch Fragen über die Organisation der Beamten auf. Die Langenhagener nutzen dafür kein klassisches Schichtsystem, bei dem immer eine Gruppe pro Schicht zusammenarbeitet. Die Polizisten haben stattdessen die Möglichkeit, selbst zu entscheiden, in welcher Schicht sie arbeiten möchten. Das erleichtere auch die Koordinierung der Teilzeitkräfte. „In einer modernen Gesellschaft muss man eben flexibel sein“, sagt Alder.

Neben der Prävention von Straftaten ist auch Aufklärung von Wohnungseinbrüchen ein Schwerpunkt der Wache – mit einer speziellen Ermittlungsgruppe. „Wir wissen, dass Einbrüche für Menschen besonders belastend sind, und deshalb wollen wir helfen“, sagte der Polizist Hendrik Stange.

Auf die Frage von Gesine Saft, die lange für die CDU im Stadtrat saß, was er sich von der Politik wünsche, gab er sich diplomatisch: „Wir wollen einfach die passenden Rahmenbedingungen, um unsere Arbeit gut zu verrichten.“                                        

Von Anna Beckmann

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