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Die CDU sucht eine stabile Mehrheit

Langenhagen Die CDU sucht eine stabile Mehrheit

Die CDU Langenhagen bietet für die Kommunalwahl eine Mischung aus erfahrenen Kandidaten und Neulingen auf. Die Altersspanne reicht von 27 bis 82 Jahren. Ziel ist die Mehrheit im Rat, ein Bündnis mit einer der kleineren Gruppierungen soll dazu aber nicht dienen.

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Auf dem Gruppenbild der CDU fehlen einige Kandidaten, gleichwohl zeigt es eine bunte Mischung erfahrener und neuer Kandidaten.

Quelle: privat

Langenhagen. Eine Ratsmehrheit für den Bürgermeister – so ist das vorläufige Wahlprogramm der CDU überschrieben. Mit „22 Mandaten“ beziffert es der Stadtverbandsvorsitzende Reinhard Grabowsky, der selbst im Wahlbereich 4 (Kaltenweide und Krähenwinkel) auf Platz eins der jetzt vorgestellten Liste für den Rat kandidieren wird. Sollte es für die Mehrheit im Rat allein nicht reichen, betont Grabowsky, werden sich die Christdemokraten einen verlässlichen Bündnispartner suchen. Die vielen kleineren Gruppierungen hält er, so seine persönliche Meinung, nicht für geeignet. Zu tief sitzt der Ärger über die Abspaltung aus der eigenen Fraktion gleich zu Beginn der jetzt endenden Legislaturperiode. Und zu wichtig seien all die harten Bretter, die in Langenhagen in den kommenden Jahren zu bohren seien.

Unter den Spitzenkandidaten der fünf Wahlbereiche sind sowohl erfahrene Ratspolitiker als auch Neulinge. Ihr Ausscheiden aus der Kommunalpolitik haben einzig Gesine Saft und Lutz Döpke angekündigt. Während Saft nach eigenen Worten aufgrund der wiederholten unsachlichen Anfeindungen unter Ratspolitikern einen Schlussstrich gezogen hat, kann es Döpke laut Grabowsky nicht mehr beruflich vereinbaren. „Wir bedauern dies sehr, da Lutz Döpke in der Fraktion auch immer ein kritischer Kopf gewesen ist.“

Für den Wahlbereich 1 (Wiesenau) tritt der bisherige Regionsabgeordnete Andreas Friedrich an. Ihm folgt Anastasia Suprun, mit 27 Jahren die jüngste Kandidatin. Den Wahlbereich 2 (Langenforth) führt Claudia Hopfe an, die ebenfalls für die Regionsversammlung kandidieren wird. Ihr folgt Renate Friedrich-Werner, derzeit dritte Bürgermeisterin der Stadt, sowie Werner Kaiser, der in der Vergangenheit auch im Flüchtlingsnetzwerk aktiv gewesen ist. In der Kernstadt (Wahlbereich 3) steht Bernhard Döhner auf Platz eins. Döhner hat bereits angekündigt, im neuen Rat nicht erneut für den Fraktionsvorsitz bereit zu stehen. Auf Platz zwei rangiert Hans-Dieter Soltau, der in der laufenden Legislaturperiode nach der Wahl Mirko Heuers als Bürgermeister in den Rat nachrückte. Auf Platz drei steht Alona Friedrich, ihr folgt Uwe Gülke, der Vorsitzende des Repair-Treffs. Im Wahlbereich 4 steht hinter Grabowsky Gabi Spier, die auch für den Ortsrat wieder kandidieren wird. Auf Platz drei bewirbt sich mit Jessica Golatka ein politischer Neuling. Auf Platz vier rangiert Marc-Dennis Münkel, der unlängst Marco Zacharias nach dessen Ausscheiden im Rat beerbte. Den Wahlbereich 5 für Engelbostel, Schulenburg und Godshorn führt erstmals Bettina Auras an. Ihr folgen Ute Bielmann-Sprung und Dietmar Grundey, die beide bereits dem Rat angehören.

Das Wahlprogramm spannt einen weiten Bogen über die Belange der Stadt und setzt dabei auf Bürgerengagement: Sowohl das Ehrenamt soll gestärkt werden als auch Mitbestimmungsmöglichkeiten wie über den Bürgerhaushalt. Die Ortsräte sollen erhalten bleiben, die Kernstadt möge ein beratendes Gremium erhalten. Die ohnehin zu stärkende Schullandschaft soll durch eigene berufsbildende Fachschulen ergänzt werden. Dahinter steckt die bereits vor Jahren formulierte Idee einer Fachschule für Erzieher. Die Ganztagsbetreuung von Schulkindern mögen weiterhin alle Alternativen bereithalten. Ausdrücklich erklärt die CDU, die integrativen Projekte wie „Opstapje“ und „Rucksackmütter“ weiter finanziell zu unterstützen. Der öffentliche Nahverkehr mögen auch für ältere Fahrgäste bedarfsgerecht ausgebaut werden.

Um preiswertes Wohnen zu fördern soll die Stadt mit Wohnungsbauträgern eigene Konzepte entwickeln. Die zwei beschlossenen Sanierungsgebiete versteht die CDU als Chance für Langenhagen. Zur Stärkung unter anderem des Stadtparks möchte die CDU aus dem Parkbeirat künftig einen kommunalen Ausschuss machen. Bei der Gewerbeentwicklung drängt die CDU auf zusätzliche Autobahnauffahrten in Godshorn und im Westen des Flughafens. Der Logistikstandort soll „mit Augenmaß“ erhalten bleiben. Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing, so der Vorschlag, könnten im Sinne der Imagepflege verschmelzen. Die Haushaltspolitik will die CDU auf eine „gemittelte Gewerbesteuergröße“ ausrichten. An welchen Stellen sie die laufenden Ausgaben der Stadt begrenzen möchte, ist im Wahlprogramm indess nicht konkret zu lesen.

Von Rebekka Neander

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