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Café Monopol hat neue Pläne

Langenhagen Café Monopol hat neue Pläne

Die Räume nicht nutzbar, die Besucherzahlen rückläufig und Helfer Mangelware ­- man kann die Situation des Cafés Monopol durchaus als düster beschreiben. Man kann aber auch den Blick nach vorn richten.

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Die Räume am Haus der Jugend werden zurzeit saniert.

Quelle: Eike Brunhöber

Langenhagen. Sven Seidel und Marcel Gust, beide Vorstandsmitglieder im Trägerverein des Cafés, gaben sich im Sozialausschuss jedenfalls alle Mühe, optimistisch zu sein.

Fakt ist: Das Café Monopol ist seit bald einem Jahr obdachlos. Zweimal pro Woche darf das Team um Seidel und Gust Räume im Nordtrakt des Hauses der Jugend nutzen. Das eigentliche Domizil wird derzeit renoviert. Zumindest sollte dies so sein. Nach einer überraschenden Kostenexplosion der Gesamtsanierung liegt das Projekt derzeit auf Eis. Eine Entscheidung soll im Herbst fallen.

Solange müssen Seidel und Gust ein wenig ins Leere planen. Sponsorenanfragen beispielsweise zur Neuanschaffung von Tresen und Küche wurden getätigt - und positiv beantwortet. „Doch wir wissen nicht, wie lange diese Angebote aufrechterhalten werden“, mahnt Seidel. Egal, wie lange die Sanierung dauere, „wir brauchen nur irgendeine Zeitansage, sonst können wir gar nichts planen“.

Dabei wäre jetzt dafür die richtige Zeit. Knapp 670 Jugendliche warten darauf zu erfahren, ob ihre Meinung im neuen Café etwas zählen wird. So viele Fragebögen zur Neuausrichtung des Café-Programms sind Mitte 2014 zurückgeschickt worden, nachdem sie über die Schulen und das Internet verteilt worden waren. Anlass für das vom Büro Profondo begleitete Beteiligungsverfahren waren laut Seidel rückläufige Besucherzahlen. Zudem müsse der Trägerverein stark um neue Helfer kämpfen. Viele der bisherigen Mitstreiter hätten sich aus Zeitmangel verabschiedet.

Derzeit wertet der Verein mit Frank Schmitz vom Büro Profondo die Antworten aus. Das Büro ist in Langenhagen durchaus bekannt. Auch beim Beteiligungsverfahren für den Interkulturellen Erlebnispark in Kaltenweide war das Team beteiligt. Wie es scheint, war das Café nur für knapp die Hälfte der Befragten überhaupt ein Begriff. Von denen war wiederum die Hälfte schon einmal da. Die Durchschnittsnoten für Programm und Einrichtung liegen knapp über befriedigend. Als absolut unverzichtbar gelten Konzerte, Partys und Karaoke. Fußballübertragungen stellen sich eher am Ende der Liste an. In Workshops will der Verein nun ein neues Konzept erarbeiten. Bis Ende des Jahres soll es fertig sein und der Politik vorgestellt werden. Vielleicht hat die bis dahin ja auch eine Antwort zum Zeitplan.

Seit 30 Jahren unter Regie der Jugend

Das Café Monopol wird getragen vom Verein zur Förderung von Jugend und Kultur. Dieser wird weitgehend von Jugendlichen selbstverwaltet. Im nächsten Jahr feiert der Verein sein 30. jähriges Bestehen. Der jetzige Vorsitzende Sven Seidel gehört dem Verein seit zwölf Jahren an. Dieser organisiert neben dem Café und den darin stattfindenden Konzerten unter anderem den kostenlosen Mittagstisch Bärenhunger. Seit der Abrissparty im Dezember vergangenen Jahres ist das Café zweimal wöchentlich zu Gast beim Verein für Sozialarbeit im Nordtrakt des Hauses der Jugend. Marita Neumann, Leiterin des Fachdienstes Kinder und Jugend, möchte das Café Monopol unbedingt weiterhin im Haus der Jugend halten. Sie attestierte in der Sitzung des Sozialausschusses dem selbstverwalteten Trägerverein eine herausragende Jugendarbeit.

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