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Café Monopol schwoft nicht aus dem April

Langenhagen Café Monopol schwoft nicht aus dem April

Der Verein Café Monopol muss seine beliebte Tanz-Veranstaltung im Haus der Jugend absagen. Zum einen sind die neuen Räume noch nicht fertig und zum anderen fehlt schlichtweg das nötige Geld, heißt es von den Organisatoren. Nächstes Jahr soll es aber eine Neuauflage geben - und das dann zum 30. Mal.

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Alle tanzen in den Mai. Das Café Monopol im Haus der Jugend eben nicht. Sie verlassen tanzend den Monat April. Bisher. In diesem Jahr muss das Fest abgesagt werden.

Quelle: Jarolim-Vormeier (Archiv)

Langenhagen. Seit 29 Jahren gehört die Tanznacht zum festen Programm des Café Monopol. Doch in diesem Jahr ist im Haus der Jugend alles anders. Das beliebte Tanzvergnügen aus dem April fällt aus. „Hinsichtlich unserer Neueröffnung bestehen noch zu viele Unwägbarkeiten“, begründete Vereinschef Sven Seidel die Absage nun im Gespräch mit dieser Zeitung.

Angesichts der Renovierung des Gebäudes am Langenforther Platz teilte die Langenhagener Stadtverwaltung dem Vorsitzenden zwar mit, dass der Verein Ende April in die neu gestalteten Räume einziehen könne. „Ob es tatsächlich dann zum 30. April sein würde, wissen wir auch nicht genau – und verzögern kann sich in den nächsten zwei Wochen noch einiges“, befürchtet Seidel.

Nach mehr als zwei Jahren Bauzeit will der Verein in den letzten drei Wochen vor der Neueröffnung „nichts übers Knie brechen“, sagt Seidel. „Eine handvoll technischer Unwägbarkeiten und kleinere Schwierigkeiten bautechnischer Natur sorgen dafür, dass wir am 30. April nicht ruhigen Gewissens wiedereröffnen können.“ Denn der Verein kenne den neuen Raum und seine Ausstattung noch gar nicht. Würde während eines möglichen Konzertes eine Sicherung ausfallen oder der Rauchmelder auslösen, wüssten die ehrenamtlichen Helfer nicht haargenau, was wo zu finden wäre. „Zuvor benötigen wir die genaue Einweisung in die Technik“, sagt er. Und ohne diese kann das Team keine gute und reibungslose Veranstaltung garantieren, meint Seidel.

Trotz schweren Herzens sagt nun das Café Monopol die Tanznacht ab. Auch deshalb schwer, weil es die nunmehr 30. Auflage des Tanzvergnügens gewesen wäre.

Dass der Verein jetzt kurz vor Ostern die Notbremse gezogen hat, liegt letztendlich auch daran, dass die derzeitige finanzielle Situation des Vereins die Tanzveranstaltung nicht erlaubt. „Der städtische Haushalt ist noch nicht durch“, argumentiert der Vorsitzende. Und vorab habe der Verein keine Möglichkeit an das nötige Geld beziehungsweise die Zuschüsse der Stadt heranzukommen.

Wegen der knappen Finanzen entschied sich der Verein auch dafür, keine Veranstaltung draußen auf die Beine zu stellen. Ganz abgesehen davon, der Standort an der Musik-Muschel hat sich durch den Abriss erübrigt. „Wir hätten zudem die Licht- und Tontechnik und auch Dixi-Klos mieten müssen“, erläutert Seidel und das wäre schlicht und ergreifend für das „kleine Lieblingsfestival“ – wie es der Vereinschef nennt – zu teuer. Auch die Ausleihe einer Bühne durch die Stadt für einen Tag, wäre nur mit „Zähne knirschen“, über die Bühne gegangen.

Die gute Nachricht ist: Den Tanz aus dem April wird es im nächsten Jahr wieder geben. Schon jetzt freut sich Seidel auf die 30. Auflage. „Die „Institution“ bleibt erhalten“, kündigt er an.

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Marcel Gust (links) und Sven Seidel haben in den vergangenen Jahren als Team den Tanz aus dem April organisiert.

Quelle: Eike Brunhöber (Archiv)

Von Katerina jarolim-vormeier

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