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Obdachlosen-Hilfe sucht selbst neues Domizil

Langenhagen Obdachlosen-Hilfe sucht selbst neues Domizil

Cord Kelle kocht mit seinem Verein KfO seit Jahren ehrenamtlich für Obdachlose. Dieses Engagement ist anderen nicht verborgen geblieben. Mittlerweile gibt es zwei weitere Institutionen, die dem Krähenwinkler Hotelier zur Seite springen. Doch nun sucht der Verein für die Essenausgabe neue Räume.

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Für Cord Kelle und Dick van Beuzekom ist das Kochen für Obdachlose eine Herzensangelegenheit.

Quelle: Birmark (Archiv)

Langenhagen. In der vergangenen Saison hat der Verein Kochen für Obdachlose (KfO) gut 8000 Mahlzeiten zubereitet und verteilt. Zwei mal in der Woche konnten die Aktiven um Jägerhof-Inhaber Cord Kelle und seinem Freund Dick van Beuzekom so mittwochs und donnerstags bei der ökumenischen Essenausgabe in Hannover Obdachlose und Bedürftige mit einem warmen Mittagessen versorgen. Alles „zusammengekocht“ aus Geld oder Sachspenden. Damit habe die Diakonie gut 28.000 Euro gespart, bilanziert Kelle die letzte Saison. Dieses Geld komme so Bedürftigen für andere Zwecke zugute. "Denn allein könnte ich mir das nicht so leisten."

Deshalb sei es auch einmal Zeit "Dankeschön" zu sagen, betont der Krähenwinkler Gastronom und meint die vielen Unterstützer aus Langenhagen, Hannover, aber auch seine Jägerhof-Gäste. Denn die anderen ehrenamtlichen Mitstreiter sorgten mit ihren Beiträgen und dem entsprechenden Know-how - vor allem aber mit ihrem Zupacken - dafür, dass im wahrsten Sinne des Wortes immer mehr aufgetischt werden kann. "Ohne meinen ehemaligen Küchenchef Kurt Kähler würde KfO so nicht funktionieren."

Zwischenzeitlich sind auch andere auf das von Krähenwinkel ausgehende Engagement aufmerksam geworden. So unterstützte in der abgelaufenen Saison etwa die betriebseigene Küche der Nord/LB die ökumenische Essensausgabe. Kelle spricht dabei von "ganz großem Glück". Das Kreditinstitut kochte für KfO immer dienstags. Zusätzlich war auch das Restaurant Meiers Lebenslust eingesprungen und kochte am Montag. So konnten die Menschen an vier Tagen in der Woche ein warmes Essen erhalten. Insgesamt seien so alles in allem etwa 12.000 Portionen zusammengekommen, die zwischen November und März in den Räumen der Diakonie in Hannover am Leibnizufer verteilt worden sind. "Die Wertschätzung unserer Kunden ist klasse", sagt der KfO-Vorsitzende. Das vermittle ein "gutes Gefühl".

Doch nun hat der Verein ein Problem. Die Diakonie braucht die Räume der Essenausgabe selbst. In der Folge ist KfO auf der Suche nach einem neuen Platz. Doch ganz so einfach ist das auch nicht. "Die häusliche Infrastruktur muss passen", sagt Kelle. Er meint damit in erster Linie die technischen Voraussetzungen wie etwa das Vorhandensein einer gewerblichen Spülmaschine.

Weitere Informationen gibt es auf kfo-verein-hannover.de im Internet, per E-Mail an info@kfo-verein-hannover.de und telefonisch im Jägerhof unter (05 11) 7 79 60.

Von Sven Warnecke

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