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Kinderhaus: Baustart im September

Langenhagen Kinderhaus: Baustart im September

Viel Glas nach außen und viel Platz zum Spielen drinnen - die ersten Entwürfe für das Kinderhaus in Kaltenweide liegen vor. Doch bevor das Gebäude im September 2017 bezogen werden kann, steht Kaltenweide viel Baustellen-Verkehr bevor. Eine Erweiterung der Schule scheidet inzwischen aus.

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Der Bremer Architekt Jens Kruse stellt dem Stadtplanungsausschuss einen ersten Entwurf für das Kinderhaus Kaltenweide vor.

Quelle: Neander

Langenhagen. Aus welchem Material es bestehen wird, ist offen. Und auch das fröhlich-grelle Grün des Daches ist noch nicht mehr als ein Entwurf. Klar ist beim Bau des Kinderhauses Kaltenweide derzeit vor allem eines: Während der einjährigen Bauphase wird es ab September noch enger auf dem Gelände um das Zelleriehaus.

Gleichwohl kamen die Skizzen der Bremer Architekten Jens Kruse und Torben Campen sowohl beim Stadtplanungsausschuss als auch bei seinen gut 40 Zuhörern gut an. Geplant sind im Kinderhaus insgesamt vier Gruppenräume von jeweils 60 Quadratmetern. Zu jedem Gruppenraum gehört ein eigener Differenzierungsraum und eine Garderobe. Aufgrund eines "speziellen Systems der Fluchtwege", so Kruse, darf der Flur als Spielraum genutzt werden. Aus den Räumen des Obergeschosses können die Kinder über einen Balkon und eine Außentreppe direkt auf das Freigelände gelangen. Im Obergeschoss befindet sich zudem ein Bewegungsraum von noch einmal rund 70 Quadratmetern.

Das Gebäude wird auf dem Grundstück am Ende des Osterberges hinter der Schule als leicht gezerrter Winkelbau weitgehend an die Grundstücksgrenze geschoben, um soviel Außenfläche zu Kindergarten und Schule wie möglich zu gewinnen. Zudem diene der Bau so als Lärmschutz für die benachbarten Wohnhäuser, erläuterte Stadtbaurat Carsten Hettwer.

Der Bauantrag für das Kinderhaus wird nach den Worten der Architekten im April dieses Jahres gestellt. "Der Bau startet dann im September", sagte Kruse, "so dass wir es ein Jahr später beziehen können." Wie genau die Baustelle organisiert wird, werde nun erarbeitet. Aber es laufe wohl, so Hettwer, auf einen Einbahnverkehr hinaus über die Zellerie und den Osterberg. Der Bolzplatz falle in dieser Zeit weg. Er werde abgedeckt, so dass er später wieder nutzbar sein wird. "All diese Details aber", sagte Hettwer, "werden in der Planung für das Freigelände noch einmal genau angesehen."

Nutzung: Absage an Schulerweiterung

Von wem und für was die Gruppenräume genutzt werden, stimmen die künftigen Nutzer miteinander ab. Geplant sind die Räume, so Stadtbaurat Carsten Hettwer, für den Hort sowie für den Ganztagsbetrieb der Grundschule. Rechtlich einsetzbar sind sie aufgrund ihrer Größe theoretisch aber auch für den Kindergarten, die Krippe oder sogar als Unterrichtsräume der Schule. "Doch die Landesschulbehörde hat uns jetzt unmissverständlich mitgeteilt, dass die Grundschule dauerhaft nicht fünfzügig bleiben darf", sagte Hettwer nach der Präsentation der Architekten. Derzeit verfügt der dritte Jahrgang über fünf Klassen; im Sommer kommen fünf erste Klassen hinzu. 

Hettwer erteilte damit mittelbar den jüngst von Bürgermeister Mirko Heuer geäußerten Erweiterungsplänen für die Grundschule eine Absage. Heuer hatte beim Verein Bürger für Kaltenweide vor kurzem noch von einer mittelfristig angedachten Erweiterung der Schule gesprochen, wenn die Feuerwehr auf das Gelände des alten NP-Marktes umzöge. "Wir haben die Absage der Behörde erst nach diesem Treffen erhalten", erläuterte Hettwer auf Nachfrage. Im Ausschuss machte er deutlich: "Wenn wir über mehr Platz für die Schule nachdenken müssen, müssen wir über einen zweiten Standort sprechen."

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Von Rebekka Neander

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