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Mütterzentrum feiert Geburtstag

Langenhagen Mütterzentrum feiert Geburtstag

Das Mütterzentrum Langenhagen gehört zu den Vorreitern im Land. Heute übernimmt es, was früher am Dorfbrunnen geregelt wurde. Die Gründungsidee wurde vor allem von einem Gedanken getragen: Für Selbstmitleid sollten sich Mütter zu schade sein.

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Das Mütterzentrum Langenhagen feiert mit vielen Gästen seinen 30. Geburtstag.

Quelle: Chadde

Langenhagen. Vera Amtsberg hat klare Ansichten: "Ich kann Frauen nicht leiden, die sich bemitleiden." Lieber hält die Gründungsfrau des Mütterzentrums nach positiven Beispielen Ausschau. Der Volkshochschulkurs über "Weibliche Lebensgestaltung nach der Kinderphase" bot da Anregungen und Salzgitters Mütterzentrum als leuchtendes Beispiel gab den Anstoß: "Das wollten wir auch für uns in Langehagen", wie sich Ursula Milark (78) erinnert.

Am Sonnabend feierte "ihre" Einrichtung 30 Jahre Mütterzentrum und 10 Jahre Mehr-Generationen-Haus, kurz MGH genannt. Neben den Gründungsfrauen und aktuellen Nutzern kamen auch viele Gäste gerne zum Gratulieren und Mitfeiern vorbei. Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig ließ Glückwünsche ausrichten, ihre Staatssekretärin Caren Marks kam persönlich vorbei und erinnerte an die Anfänge. "Kinderbetreuung war damals vor allem Privatsache, während heute ein gut ausgebautes Netz von Krippe über Kindergarten bis Hort die Berufstätigkeit von Frauen möglich macht."

Im Mütterzentrum wurde und wird gemeinsam gefrühstückt, werden Kinderbetreuung und Weiterbildung organisiert. So stiegen Vera Amtsberg und Ursula Milark beide wieder in den Beruf ein und nahmen sich trotzdem die Zeit für ehrenamtliches Engagement.

Zu den Besuchern am Sonnabend gehörte auch Frank Preßler, der sozusagen im Mütterzentrum groß geworden ist. "Meine Mutter hat den Secondhand-Shop organisiert und mich immer mitgenommen", berichtet der Familienvater. Heute profitiert er mit seiner Frau Claudia von den Betreungsangeboten für die Töchter Tabea und Amelie.

Als 2006 das bundesweite Aktionsprogramm Mehrgenerationenhäuser startete, war Langenhagens Mütterzentrum gewissermaßen eines der Gründungsmitglieder. "Wir bringen hier Menschen zusammen, organisieren gegenseitige Hilfe und stärken so das Zusammenwirken der Zivilgesellschaft", umschreibt es Leiterin Christine Paetzke-Bartel. Sie stemmt das Angebot mit sechs hauptamtlichen sowie 38 ehrenamtlichen Mitarbeitern und wurde von Regionspräsident Hauke Jagau, Landtagsmitglied Rainer Fredermann und Langenhagens Bürgermeister Marko Heuer geehrt.

Denn als Begegnungsstätte für alle Generationen, für Frauen, Kinder, Männer sowie Familien aller Nationalitäten biete, so die einhellige Meinung, das Mehr-Generationen-Haus Mütterzentrum Langenhagen e.V. heute das, was früher einmal der Dorfbrunnen war.

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Von PATRICIA CHADDE

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