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"Schritt für Schritt" ins Leben

Langenhagen "Schritt für Schritt" ins Leben

Das Bildungsprogramm Opstapje für Kleinerkinder geht bereits ins zehnte Jahr. Die Nachfrage ist groß, allerdings wird das Projekt nur noch bis Ende Oktober finanziert.

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Helfen Kindern bei der Entwicklung: GBA-Geschäftsfürher Florian König, MGH-Leiterin Christine Paetzke-Bartel und die Hausbesucherinnen Isabell Malek und Sabine Gienow (v.l.).

Langenhagen. "Es ist macht einfach Spaß mit den Familien zusammen zu arbeiten und den Erfolg der Kinder zu beobachten", sagt Isabell Malek über ihre Arbeit bei Opstapje. Frei übersetzt bedeutet Opstapje "Schritt für Schritt". Und genau das hat sich das Lern-, Spiel- und Bildungsprogramm des Mehrgenerationenhauses Langenhagen (MGH) zu Herzen genommen. Im April geht das Projekt in das zehnte Jahr. Zwei Mitarbeiterinnen besuchen wöchentlich Familien in schwierigen Lebenssituationen, um bei Kindern im Alter von 18 Monaten bis drei Jahren spielerisch zur Entwicklung beizutragen. Das besondere an Opstapje: Die Eltern lernen mit.

Je nach Alter bringen die Hausbesucherinnen passendes Spielzeug mit. Mit den Eltern werfen sie einen Blick auf die Anleitung und erklären es dem Kleinkind. Christine Paetzke-Bartel, Leiterin des MGH, erklärt: "Viele Eltern wissen gar nicht, wie wichtig Spielen für die Entwicklung ist. Das müssen wir ihnen erst einmal zeigen." Durch die Hausbesuche werden auch Familien betreut, die sich aus unterschiedlichen Gründen nicht in öffentliche Einrichtungen trauen oder schlechte Erfahrungen mit Behörden in der Vergangenheit hatten. "Da ist ein niedrigschwelliges Angebot perfekt für sie", sagt Florian König, Geschäftsführer der Gemeinnützigen Gesellschaft für Behindertenarbeit (GBA), die Kooperationspartner des Projektes sind.

Bald werden 14 Familien von Opstapje betreut. Mittlerweile gibt es Informationsbroschüren in fünf Sprachen. Demnächst sollen auch noch jüngere Kleinkinder in das Programm mit aufgenommen werden, damit auch sie von Geburt an gefördert werden. Obwohl es nicht immer einfach ist, macht den beiden Hausbesucherinnen Isabell Malek und Sabine Gienow die Arbeit Spaß. "Man muss sich einfach auf Augenhöhe begegnen, damit die Eltern sich auch wohlfühlen", sagt Gienow.

Die Familien müssen 7 Euro monatlich zahlen, aber auch Ermäßigungen sind möglich. Bis 31. Oktober wird das Projekt noch von dem Niedersächsischen Sozialministerium und der Stadt Langenhangen finanziert. Auch die GBA beiteiligt sich mit Eigenmitteln an den Kosten. "Wir hoffen, dass wir Opstapje auch weiterhin finanziert bekommen", so Florian König. Denn laut Christine Paetzke-Bartel profitiert nicht nur das Kind von der frühzeitigen Entwicklung, sondern auch die zukünftige Gesellschaft.

Von Madeleine Buck

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