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Hort zieht nun doch ins Kinderhaus

Langenhagen Hort zieht nun doch ins Kinderhaus

SPD und Grüne haben dem Ortsrat einen neuen Antrag vorgelegt: Danach soll das Kinderhaus nun doch den Hort aufnehmen. Zudem verlangt Rotgrün von der Grundschule bis zum Ende des kommenden Schuljahrs ein Betreuungskonzept. Überdies prüft die Stadt auf Wunsch der CDU einen weiteren Schulanbau.

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Barbara Mädel, Elternvertreterin des Hortes übergibt Ortsbürgermeister Wolfgang Langrehr 400 gesammelte Unterschriften. Die Unterzeichner fordern den Umzug des Hortes aus den Containern in das neue Kinderhaus.

Quelle: Neander

Kaltenweide. Am Ende lag es nicht am Protest, sondern an fehlender Sicherheit: SPD und Grüne haben dem Ortsrates am Dienstag in Kaltenweide einen neuen Antrag vorgelegt. Danach soll das neue Kinderhaus nun doch die Hortgruppen aufnehmen, die derzeit in Containern untergebracht sind. Auslöser für diesen Schwenk sind neue Informationen, nach denen allgemeine Unterrichtsräume in dem Neubau auf Grundlage der Pläne nicht erlaubt sind.

Die übrigen Kernpunkte des ursprünglichen Antrages der rotgrünen Ratskoalition bleiben erhalten: Die Feuerwehr erhält einen Neubau auf dem Gelände des ehemaligen NP-Marktes. Eine Forderung, die auch die Kaltenweider CDU in einem eigenen Antrag erhebt. Auf der dann an der Zellerie frei werdenden Fläche möchten SPD und Grüne einen zweiten Schulbau errichtet wissen. In diesem könnte eine dem Ganztagsbetrieb angepasste Mensa untergebracht werden. Hinzu kämen dort ein großer Freizeitbereich, zusätzliche Sanitär- sowie Ruhe- und Projekträume. Die Verwaltung, so ist in der Drucksache 2016/065-1 zu lesen, möge schnellstmöglich dazu das Gespräch mit der Schulleitung suchen.

Im existierenden Schulgebäude, so der Vorschlag, könnten aus der Mensa ein weiterer Unterrichtsraum oder Gruppen- und Differenzierungsräume werden. Die Schulleitung ist aufgerufen, bis zum Sommer 2017 ein Betreuungskonzept vorzulegen. Rektorin Ursula Starker favorisiert dabei eine teilgebundene Ganztagsgrundschule. Mit einer Entscheidung der Gesamtkonferenz rechnet Starker nach den Sommerferien.

Der Zellerieplatz bleibe für die Vereine des Dorfes erhalten. Um eine Lösung für den übervollen Schulstandort an der Zellerie schnell herbeizuführen, setzt Rotgrün der Verwaltung eine Frist von einem Monat nach ergangenem Beschluss im Rat der Stadt, einen Plan zur Umsetzung der Ideen samt Einschätzung der finanziellen und personellen Ressourcen vorzulegen.

Die CDU im Ortsrat möchte zudem von der Stadt überprüft wissen, ob kurzfristig ein zweigeschossiger Anbau an die Schule die akute Raumnot der überfüllten Schule lindern kann. Sozialdezernentin Monika Gotzes-Karrasch sicherte in der Sitzung zu, diese Option in der Gesamtschau des Standortes miteinzubeziehen.

Vorwürfen von Einwohnern, die Fraktionen hätten vor einem Antrag erst einmal das Konzept der Schule abwarten sollen, hielt Ortsbürgermeister Wolfgang Langrehr entgegen, erst der Antrag der Ratsfraktionen habe die Diskussion über die Nachmittagsbetreuung in Bewegung gesetzt. "Wir hätten uns gewünscht, wir hätten ein Konzept zur Ganztagsschule schon vor zwei Jahren gehabt." Gleichwohl, räumte Langrehr ein, hätten man früher direkte Gespräche mit Schul- und Hortleitung führen können.

Entgegen der ersten Planung wird der Rat nicht Ende Mai über den neuen Antrag von SPD und Grünen beschließen können. Die Vorbereitungszeit nach Veröffentlichung des Änderungsantrages des Ortsrates sei zu knapp gewesen, sagte Langrehr. Deshalb kann der Ortsrat erst in seiner Sitzung am 7. Juni darüber abstimmen.

Von Rebekka Neander

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