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Wie viele Gesamtschulen braucht Langenhagen?

Langenhagen Wie viele Gesamtschulen braucht Langenhagen?

Braucht Langenhagen noch weitere Gesamtschulen? Bevor sie diese Frage beantworten können, fordern Langenhagens Politiker jetzt erst einmal Zahlen: Wie viele Eltern würden ihr Kind in eine IGS ganz im Norden schicken? Und wie viele Realschüler hätten eigentlich lieber eine Gesamtschule besucht?

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Soll auch die Robert-Koch-Realschule in eine Gesamtschule umgewandelt werden? SPD und Grüne schlagen dies vor.

Quelle: Neander

Langenhagen. Hat die Robert-Koch-Realschule eine Zukunft? Zuhörer des Bildungsausschusses dürften seit Dienstagabend ihre Zweifel haben - und doch wird es so schnell eine Umwandlung der RKS in eine Gesamtschule nicht geben. Wolfgang Kuschel, für die SPD nun wieder im Rat vertreten, zeichnete als ehemaliger langjähriger Gesamtschulrektor ein so realistisches wie ungeschöntes Bild: "Ich mache mir Sorgen um die Langenhagener Schullandschaft", erläuterte Kuschel zu dem von SPD und Grünen eingebrachten Antrag, eine Umwandlung der RKS zu prüfen. "Wir haben ein starkes und akzeptiertes Gymnasium. Dieses aber produziert Verlierer und schult diese ab. Die RKS nimmt diese auf und gibt ihrerseits Schüler ins restliche Schulsystem ab. Das sind gebrochene Schulkarrieren - ohne dass Lehrer dies verschuldet hätten."

Auch Realschul-Rektor Thomas Kelber zeichnete ein so düsteres wie differenziertes Bild: "Nur noch 14 Prozent der Eltern dieses Schuljahrs haben die Realschule gewählt. Die Realschule ist am Absterben. Wer etwas anderes sagt, ist unredlich." Gleichwohl hätten sich bei einer spontanen Abfrage im Kollegium die meisten Lehrkräfte gegen eine Umwandlung ausgesprochen. Damit widerspricht Kelber einer Aussage, die er in einem Gespräch mit dieser Zeitung noch vor einigen Wochen zur Idee der Umwandlung getätigt hatte.

Nach kurzer und durchaus heterogener Diskussion verständigte sich der Ausschuss darauf, erst einmal in Ruhe so viele Fakten und Zahlen wie möglich heranzuziehen. Dazu gehört auch die ebenfalls im Ausschuss vorgestellte Elternbefragung zu einer weiteren Gesamtschule im Norden Langenhagens. Herangezogen werden sollen dafür alle Grundschuleltern in Krähenwinkel und Kaltenweide sowie der älteste Jahrgang aller Kindergärten beider Ortschaften. Zugrunde gelegt wird für die Befragung ein Baustandort nördlich des Kreisels an der Altenhorster Straße zwischen Ortsgrenze Weiherfeld und der Biogasanlage. Auf Bitten von Dominic Veltrup (BBL) und Anja Sander (SPD) wird diese Befragung noch einmal im Ortsrat beider Ortschaften vorgestellt. Vor allem Veltrup äußerte Zweifel an der Eignung des Grundstückes. Sollte ein Ortsrat der Fläche widersprechen, muss die Beratung im Fachausschuss wiederholt werden.

In jedem Fall aber soll das Votum für den Norden einer weiteren Prüfung zur Zukunft der RKS vorangestellt werden. Sollte sich für Kaltenweide und Krähenwinkel nicht die nötige Schülerzahl von mindestens 96 Kindern pro Jahrgang und dies auf die kommenden zehn Jahre dokumentieren lassen, so Stadträtin Monika Gotzes-Karrasch, stelle sich die Situation für die Robert-Koch-Realschule sofort ganz anders dar.

Von Rebekka Neander

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