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Zellerie: Schulplatz bleibt umstritten

Langenhagen Zellerie: Schulplatz bleibt umstritten

Rund 40 interessierte Eltern und Lehrkräfte haben sich am Donnerstag in Kaltenweide eine zeitweise turbulente Diskussion über den Schulstandort Zellerie geliefert. Unterdessen empfiehlt der Jugendhilfeausschuss 35 zusätzliche Hortplätze.

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Zur Informationsveranstaltung über die Zukunft des Schulstandortes an der Zellerie kommen deutlich weniger Interessierte als zu den überfüllten Ortsratssitzungen zuvor zum selben Thema.

Quelle: Neander

Kaltenweide. Im Streit um die Zukunft des Schul- und Kita-Standortes an der Zellerie ist keine Einigung in Sicht, wohl aber ist die Diskussion voll im Gange. Nach einer internen Informationsveranstaltung mit Vertretern aller Einrichtungen an der Zellerie auf Einladung der Verwaltung am Mittwoch folgte nun am Donnerstagabend eine Einladung der örtlichen SPD ins Niet Hus.

Während die jüngsten Sitzungen des Ortsrates zu diesem Themenkomplex stets überfüllt waren, folgten der öffentlichen Einladung am Donnerstag nur noch rund 40 Eltern und Lehrkräfte. Mehr Klarheit jedoch brachte zumindest diese Veranstaltung nicht. Zwar gab Ortsbürgermeister Wolfgang Langrehr noch einen historischen Abriss über die Entstehung der schon seit geraumer Zeit anhaltenden Platz- und Betreuungsprobleme am Standort. Viele Details zu den pädagogischen Konzepten einer Ganztagsschule oder einer Hortbetreuung wurden allerdings nicht vorgestellt.

Langrehr zitierte mehrfach aus dem entsprechenden Konzept der Ganztagsschule Engelbostel. Die zeitweise turbulenten Wortwechsel konnte dies jedoch kaum befrieden. Vor allem Eltern, deren Kinder derzeit nach der Schule im Hort betreut werden, äußerten ihre deutliche Ablehnung einer Offenen Ganztagsschule als Alternative zur jetzigen Betreuungsform. Zudem offenbarten sich viele Informationslücken ganz grundsätzlicher Art.

Einige Zuhörer kritisierten, dass keine Vertreter der einzelnen Einrichtungen als Referenten dazu eingeladen worden seien. Andere Eltern bemängelten die geringe Entfaltungsmöglichkeit der Kinder in einer Ganztagsschule, aus deren außerschulischen Angeboten die Kinder sich nicht spontan verabschieden könnten, wie es im Hort in Absprache mit den Eltern möglich sei. Am Ende kreiste die Diskussion vor allem um die Frage, ob eine kostenpflichtige Hortbetreuung unter sozialen Gesichtspunkten eine gerechte Lösung sein kann. Und um die Frage, warum eine Ganztagsschule unbedingt zum jetzigen Zeitpunkt durchgesetzt werden müsse.

Nach zweieinhalb Stunden erst meldete sich die Leiterin der Grundschule, Ursula Starker, zu Wort - und entzog der Diskussion einen Gutteil ihrer Grundlage: In der Schule liege noch überhaupt kein Beschluss vor, welche Form eine Ganztagsschule haben soll. Ohne dies zu wissen, habe es keinen Sinn, über die Nachfrage nach Hortplätzen oder einen etwaigen Qualitätsunterschied in der Betreuung zu sprechen. Langrehr hielt ihr entgegen, die Stadt könne nur anfangen zu planen, wenn die Schule sich endlich dazu positioniere. Wie dies gelingen kann, ist nun unklarer denn je. Starker hielt fest: "Ich gehe heute nach Hause mit der Überzeugung: Auf diesem Niveau diskutiere ich darüber nicht."

Zusätzliche Hortgruppen empfohlen

Deutlich klarer war zuvor dagegen die Sitzung des Jugendhilfeausschusses im Rathaus verlaufen. Darin ergingen einstimmig zwei Empfehlungen, die für das kommende Schuljahr zumindest die Sorge jener Eltern lindern werden, die bislang keine außerschulische Betreuung für ihre Grundschüler haben. So kann eine im kommenden Sommer leerstehende Kindergartengruppe an der Zellerie in eine Hortgruppe umgewandelt werden. Und wenn der Ortsrat Kaltenweide in seiner Sitzung am 3. Mai noch seinen Segen gibt, kann auch der freie Kindergartenträger Febel gleich gegenüber der Zellerie eine integrative Hortgruppe im Sommer anbieten. Damit, so Jugendamtsleiterin Heidi von der Ah in der Sitzung, dürften nach Vorlage der Zahlen von Mittwoch dieser Woche alle nachgefragten Hortplätze zum kommenden Schuljahr vorhanden sein.

Von Rebekka Neander

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