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Den Dieben die Tour vermasseln

Langenhagen Den Dieben die Tour vermasseln

Die Hauptsaison hat begonnen: In der Ferienzeit sind wieder verstärkt Einbrecher auf Diebestour. Aus diesem Grund gibt die Polizei Urlaubern vor dem Reiseantritt einige Tipps und Verhaltensregeln mit auf den Weg.

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Immer wieder Einbrüche in Häuser und Wohnungen: In 40 Prozent bleibt es aber bei Versuchen.

Quelle: Frank Oheim

Langenhagen. Generell gilt, dass Einbrecher gern die Abwesenheit der Bewohner nutzen, um ungestört arbeiten zu können. Allerdings bescheinigt Langenhagens Polizeisprecher Mario Mantei der Stadt mit Blick auf die durchschnittlich circa 100 bis 120 Einbrüche im Jahr ein eher „kriminalistisches Grundrauschen“. Zumal es bei etwa 40 Prozent der Taten auch nur bei Versuchen bleibt. Das resultiere auch aus den Bemühungen der Bewohner und Wohnungsgesellschaften, in die Sicherheit der Häuser zu investieren. Doch Einbrecher suchten sich nicht nur Einfamilienhäuser aus, sondern auch Wohnungen in Mehrfamilienhäusern.

„Wir müssen die Menschen kontinuierlich darauf hinweisen, einige Dinge zu beachten, damit nicht eingebrochen wird“, sagt Mantei und verweist auf verschiedene Broschüren, die die Polizei zum Schutz vor den ungebetenen Besuchern herausgegeben hat.

Deshalb appelliert die Polizei auch zu Beginn der Ferienzeit gern an Reisende, nicht nur an das Urlaubsziel, die Freizeit und das Gepäck zu denken, sondern auch an die Sicherung der eigenen vier Wände. „Jeder ist für die eigene Sicherheit mitverantwortlich“, sagt Mantei. „Einbrecher achten auf die Äußerlichkeiten, ob jemand zu Hause ist oder nicht.“ Sogar der Zustand des Gartens oder auch der Zimmerpflanzen werde inspiziert.

Falls alle Vorsichtsmaßnahmen nicht genützt haben und doch eingebrochen wurde, setzt die Polizei auf Hinweise aus der Nachbarschaft. Hilfreich sei, wenn diese etwa die Kennzeichen fremder Autos notierten oder Unbekannte in ihren Straßen gezielt ansprechen würden. Falls ein Verdacht bestehe, betont Mantei, solle man die Polizei lieber einmal mehr als einmal zu wenig rufen. Diese sei auf die Hilfe der aufmerksamen Nachbarschaft angewiesen. Doch zur Beruhigung: Es gibt in Langenhagen aktuell keine Brennpunkte, an denen Einbrecher besonders häufig zu irgendeiner Zeit ihr Unwesen treiben, sagt der Polizeisprecher. Auch in der Ferienzeit sei in den vergangenen zehn Jahren keine auffällige Steigerung der Einbruchsraten festgestellt worden - vielleicht auch dank der intensiven Präventionsarbeit.

Das rät die Polizei nicht nur den Urlaubern:

In massive Tür- und Fenstersicherungen investieren.

Zeitschaltuhren für Licht und Rollläden, Alarmanlagen und Bewegungsmelder. Letztere in entsprechender Höhe installieren.

Nachbarn über die Abwesenheit informieren und Briefkästen leeren lassen.

Auch der Zustand des Gartens kann einen Hinweis über die Abwesenheit der Bewohner geben. Deshalb Nachbarn bitten, den Rasen zu mähen.

Trotz der Reise den Eindruck erwecken, Haus oder Wohnung sind bewohnt.

Auf keinen Fall die Abwesenheit auf dem Anrufbeantworter ankündigen. Einbrecher erkunden das Umfeld, dazu zählen auch gezielte Anrufe. Vor allem keine Urlaubsbilder in sozialen Medien posten. Auch keine Botschaften an die Haustür kleben, während des Urlaubs Pakete beim Nachbarn abzugeben.

Nicht bereits am Abend vor der Abfahrt das Auto beladen.

Bei Flugreisen auf das Gepäck achten. Wertgegenstände stets im Handgepäck transportieren.

Die Polizei bietet eine kostenlose Beratung zu dem Thema an, auch das Langenhagener Kommissariat unter Telefon (0511) 1094215.

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