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Kaltenweide feiert mit Sudanesen

Langenhagen Kaltenweide feiert mit Sudanesen

Gut 80 Gäste haben das Begegnungsfest im Niet Hus zu einem vollen Erfolg werden lassen. Der Arbeitskreis Flucht zeigt sich sehr zufrieden, weil auch viele neue Gesichter unter den Feiernden zu sehen waren. Das Fest war von den Geflüchteten mit organisiert worden als Dank an ihre Unterstützer.

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Rund 80 Gäste sind der Einladung des Arbeitskreises Flucht ins Niet Hus gefolgt.

Quelle: Neander

Kaltenweide. Es gibt von allem reichlich: Vom durch und durch internatiolen Essen auf dem Büfett. Von Gelächter und Stimmengewirr. Von guter Laune. Und von neuen Erkenntnissen. Rabea Lackham vom Verein Bürger für Kaltenweide (BfK) fasst es in einer der seltenen ruhigeren Sekunden beim Blick auf die Menschenfülle knapp zusammen: "Das ist schön."

Schön vor allem, weil unter den vielen Gästen auch für Lackham viele fremde Gesichter zu sehen sind. "Damit haben wir unser Ziel erreicht." Der Arbeitskreis Flucht im BfK hatte zu dem Begegnungsfest ganz bewusst auch all jene eingeladen, die sich noch nicht so recht anfreunden können mit der wachsenden Zahl an Menschen, die auf ihrer Flucht vor Krieg und Elend nun auch in Kaltenweide unterkommen.

Derzeit sind in dem zur Notunterkunft umgebauten NP-Markt rund 30 Männer aus dem Sudan untergebracht. "Die Zahl schwankt", sagt Ortsbürgermeister Wolfgang Langrehr. Mal kommen andere befreundete Geflüchtete zu Besuch, mal machten sich in Langenhagen Gemeldete auf den Weg zu Angehörigen oder Freunden im Umland.

Am stabilsten noch lässt sich die Zahl ablesen beim freitags angeboteten Deutsch-Unterricht von derzeit acht ehrenamtlichen Helfern im Niet Hus. "Der harte Kern sind etwa 15 junge Männer", berichtet Yusra Muhamed. "Wir haben jetzt Gruppen gebildet für jene, die noch keine lateinischen Buchstaben kennen, und jene, die schon ganz gut Deutsch sprechen", sagt Muhamed. An Lehrmaterial, bestätigt Jennifer Burghardt, verfügten sie derzeit über genügend Spenden. Nur eine Regelung für die bislang privat angefertigten Kopien müsse noch gefunden werden, räumt Muhamed ein.

Und weil sich die Neu-Kaltenweider nicht nur mit einem Büfett bei ihren Unterstützern bedanken wollen, rücken sie am Sonnabend, 19. März, zur nächsten Flurreinigung der Ortsarbeitsgemeinschaft mit dem Treckerclub mit aus.

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Von Rebekka Neander

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