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Jung und Alt trifft sich im Quartier

Langenhagen Jung und Alt trifft sich im Quartier

Der Verein Wohnen in Nachbarschaft (Win) der KSG engagiert sich in Wiesenau. Der Verein möchte das Zusammenleben der Menschen stärken und Hürden abbauen. Von der Idee des Quartiertreffs hat sich nun der CDU-Bundestagsabgeordnete Hendrik Hoppenstedt bei einem Besuch überzeugen lassen.

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Stephan Prinz und Claudia Koch begrüßen Hendrik Hoppenstedt beim Quartierstreff in Wiesenau und geben ihm einen Eindruck von der Arbeit des Verein Win.

Quelle: Simon Binge

Langenhagen. "Eigentlich war für den Standort des Quartierstreff etwas anderes geplant. Es sollte ein Bäcker oder ein kleiner Einkaufsladen entstehen", erklärt Claudia Koch, Quartiersmanagerin und Mitarbeiterin der KSG, dem Politiker. "Jetzt ist der Quartierstreff die neue Quartiersmitte." Der Treff sei die einzige Möglichkeit zur zufälligen, persönlichen Kontakpflege - andere informelle Orte wie zum Beispiel das Wartezimmer beim Arzt würden einfach fehlen. Aber diese neue Art von sozialem Treffpunkt habe auch etwas Positives. "Die Älteren sitzen auf den Bänken vor dem Quartierstreff während die Jüngeren auf dem Platz spielen", ergänzt Koch. Außerdem würden regelmäßig Veranstaltungen angeboten, die Menschen aus unterschiedlichen Altersgruppen und mit verschiedenen sozialen Hintergründen zusammenführen sollen.

Die bisherigen Erfahrungen mit dem Quartierstreff scheinen sehr positiv zu sein."Wir planen bereits einen weiteren Quartierstreff in Empelde", bestätigt Stephan Prinz, Geschäftsleitung KSG. Der Treff in Wiesenau und die Gründung des Vereins Win seien eine Art Pilotprojekt. Es gehe um die Präsenz der KSG in den unterschiedlichen Baubereichen. "Sich bei seinem Vermieter zu engagieren ist eher ungewöhnlich. Der Vereinsgedanke ist aber sehr geläufig", ergänzt Koch. Deswegen habe sich die KSG bewusst für die Gründung eines Vereins entschieden. "Jeder leistet seinen Beitrag. Die regelmäßigen Treffen und Veranstaltungen dienen dabei als Basis", so Koch weiter.

Hoppenstedt interessierte sich auch für mögliche Probleme innerhalb des Quartiers - gerade weil so viele unterschiedliche soziale Gruppen zusammen treffen würden. "Direkte Probleme haben wir keine. Es sind eher Vorurteile die uns beschäftigen", erklärt Koch. Zwei Gebäude der KSG in Wiesenau seien als Flüchtlingsunterkünfte an die Stadt vermietet, nennt Prinz als Beispiel. "Mann muss erst die Fassade brechen, dann steht die Person im Vordergrund", so Prinz. Aus diesem Grund versuche Win auch die unterschiedlichen Bürger zu animieren etwas im Quartier beizutragen. "Man kann viel vor seiner eigenen Haustür bewegen", ist Koch überzeugt.

"Wir möchten aus einem kleinen Keim etwas Gutes entwickeln", sagte Prinz zum Abschluss. Es gehe darum, Skeptiker zu überzeugen. Und auch aus der Sicht eines Unternehmers entwickle sich die Idee des Quartierstreff positiv. "Wenn die Menschen sich wohl fühlen, dann haben wir auch betriebswirtschaftlich gewonnen."

Von Simon Binge

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