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Ortsrat will mehr Sicherheit für Kinder

Godshorn Ortsrat will mehr Sicherheit für Kinder

Alle wollen Verbesserungen für ihren Ort. Doch wie diese für Godshorn umsetzen? Diese Frage hat bei der jüngsten Ortsratssitzung trotz einstimmiger Beschlüsse des Gremiums und vieler Wünsche im Raum gestanden. In erster Linie geht es um mehr Sicherheit für die Kinder des Dorfes.

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Eine längere Grünphase für die Bedarfsampel am Le-Trait-Platz sowie vor der Kita Am Kielenkamp wünscht sich der Ortsrat Godshorn. Doch die Untere Verkehrsbehörde macht dem Ansinnen zunächst wenig Hoffnung.

Quelle: Sven Warnecke

Godshorn. Die Schaltung der Bedarfsampel am Le-Trait-Platz oder die zusätzlichen Achtung-Kinder-Schilder im Bereich Alt-Godshorn Ecke Hermannsburger Straße – alles Forderungen für mehr Sicherheit der Kleinen – haben im jüngsten Ortsrat breite Zustimmung aller Parteien gefunden. Sie basieren auf Anträgen der Godshorner SPD-Fraktion und sollen nun nach dem Votum von der Verwaltung geprüft und dann umgesetzt werden. Ein weiterer Antrag von der CDU zur Einrichtung eines weiteren Fußgängerüberwegs an der Straße Alt-Godshorn wurde dann aber von der Partei selbst zunächst von der Tagesordnung genommen.

Gleichwohl musste Langenhagens Ortsratsbetreuerin Regine von der Haar den Mitgliedern in Sachen Ampelschaltung zunächst eine schlechte Nachricht überbringen: Die zuständige Untere Straßenverkehrsbehörde der Stadt hatte sich im Vorfeld der Sitzung des Wunsches auf Verlängerung der Grünphase für Fußgänger angenommen. Doch dabei sei festgestellt worden, dass sich die derzeitige Taktung im gesetzlich vorgeschriebenen Bereich befinde. Soll heißen, Fußgänger haben bei der sieben Sekunden währenden Grünphase durchaus die Chance, die Hälfte der Fahrbahn zu überqueren. Und das müsse genügen.

Gleichwohl musste von der Haar einräumen, dass das bei Kindern im Kita- oder Klassenverband durchaus schwierig werden könne, die Fahrbahn in einem Zuge zu überqueren. Aus diesem Grund werde der nun geäußerte Wunsch des Ortsrates erneut geprüft, stellte sie in Aussicht.

Diese gewünschte längere Grünphase war genau der Grund für die SPD, diesen Antrag zu stellen. Denn Fraktionsmitglied Sven Maurer, hauptberuflich Erzieher in der Kindertagesstätte Zum Guten Hirten, hatte nach eigenen Angaben immer wieder feststellen müssen, dass Kinder in Gruppen bei Grün nicht gemeinsam die Straße überqueren konnten. Deshalb erweiterte er den Prüfauftrag auch gleich auf die Bedarfsampel an der Kita Kielenkamp.

Bereits im Vorfeld hatten sich Grundschul- und Kita-Leitung sowie die Eltern an die SPD-Fraktion gewandt und eine Verlängerung der Grünphase für Fußgänger auf zehn Sekunden gewünscht, untermauerte der Godshorner SPD-Fraktionsvorsitzende Tim Julian Wook den Antrag. Diese „Optimierung“ dürfte den Fahrzeugverkehr auch nicht allzu sehr einschränken, argumentierte der Sozialdemokrat.

Der Vorstoß der SPD, an der Straße Alt-Godshorn Ecke Hermannsburger Straße Achtung-Kinder-Schilder aufzustellen, um die zu schnellen Autofahrer auszubremsen, fand im Ortsrat ebenfalls ohne Gegenstimme Gefallen. „Als plakative Warnung“ könne er sich mit dem Antrag durchaus anfreunden, befand dann auch CDU-Fraktionschef Ulrich Müller.

Der stellvertretende Ortsbürgermeister Bernd Juhrig (BBL) lobte den Antrag ebenfalls. Doch er vermisse bei den übrigen Parteien die Bereitschaft, sich mit einer ganzheitlichen Lösung der Verkehrsproblematik in Godshorn perspektivisch zu befassen. Genau das habe nämlich sein Bündnis Bürger für Langenhagen dem Godshorner Ortsrat vorgeschlagen und zu gemeinsamen Gesprächen eingeladen. Es dürften nicht zu viele Einzelpunkte in Sachen Verkehr von der Stadt gefordert werden, meint Juhrig und sprach sich vielmehr für ein ganzheitliches und in die Zukunft gerichtetes Verkehrskonzept für das ganze Dorf aus.

Stadt soll für eine Streuobstwiese sorgen

Angesichts schwindender Naturräume in Godshorn fordert die CDU-Fraktion eine Streuobstwiese zur „Verbesserung des Mikroklimas, zur Naherholung und zur Verbesserung des Lebensraumes für Tiere und Pflanzen“, begründet Fraktionschef Ulrich Müller den Antrag. Dafür solle die Stadt eine Fläche zur Verfügung stellen, etwa auf einer Wiese südlich der Straße Am Moore. „Das sollten wir ausprobieren“, meint auch Ortsbürgermeisterin Ute Biehlmann-Sprung (CDU). Der Grüne Habibollah Eslami-Mirabadi sieht darin auch einen Ausgleich angesichts der Bautätigkeit und unterstützt den Antrag genau wie die SPD-Ortsratsfraktion. Der stellvertretende Ortsbürgermeister Bernd Juhrig (BBL) unterstützt das Ansinnen ebenfalls. Er warnt aber davor, sich angesichts der verwilderten kommunalen Flächen nicht im Vorfeld über die Pflege im Klaren zu sein. Biehlmann-Sprung ist sich sicher, dass für Pflege gesorgt werden könne, etwa auch von der Stadt.

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