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Zweite Grundschule für Kaltenweide?

Langenhagen Zweite Grundschule für Kaltenweide?

Um die Grundschule Kaltenweide kurzfristig zu entlasten, soll die Stadt drei Container kaufen. Diese einstimmige Empfehlung des Ortsrates konnte die vielen erzürnten Zuhörer der Sitzung jedoch nicht besänftigen. Sie fordern eine zweite Grundschule und verbesserte Sanitäranlagen.

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Zwei der Hort-Container sind neueren Datums.

Quelle: Warnecke

Kaltenweide. Kurzfristig wird es eine Lösung geben: Um allen angemeldeten 130 neuen Grundschülern einen Platz bereitzustellen, wird aus dem Kleinkindspielplatz zwischen Grundschule und Verwaltungsnebenstelle Schulgelände. Aufgestellt werden sollen dort drei neue Container, um nicht nur für die neuen Primarklassen Raum zu haben, sondern auch eine Reserve vorhalten zu können. Das Gelände wird so umzäunt, dass Kinder von dort nicht das Schulgelände verlassen können.

Diese einstimmige Empfehlung des Ortsrats wird am Montag wohl auch den Rat passieren. Besänftigen wird sie die erzürnten Eltern in Kaltenweide aber nicht. Zu lange, so hieß es wiederholt am Dienstagabend, müssten sich Kinder, Lehrkräfte und Erzieher mit Provisorien hart an der Grenze der Belastbarkeit zufrieden geben. Zudem sei zu bezweifeln, dass die wenigen Toiletten der Schule für die nun erstmals mehr als 400 Grundschüler ausreichten. "Bauen Sie doch eine zweite Schule!" rief am Ende der hörbar aufgebrachte Schulelternratsvorsitzende Andreas Eilers Politik und Verwaltungsspitze entgegen.

Die Vorlage für diesen Ausruf hatte ihm Bürgermeister Mirko Heuer geliefert, der noch einmal daran erinnert hatte, der Verzicht auf eine Grundschule im Weiherfeld sei seinerzeit die Entscheidung der Politik gewesen. "Wenn Sie eine zweite Schule wollen, dann fordern Sie das doch."

Beim Ortsrat verfing diese Forderung indes nicht. Ortsbürgermeister Wolfgang Langrehr (SPD) und der Grünen-Fraktionschef im Rat, Dirk Musfeldt, kündigten für die nächste Sitzung des Gremiums (geplant am 3. Mai) eine ausführliche Präsentation ihres jüngsten Vorstoßes an. Danach soll das neue Kinderhaus 2017 einem noch auszuwählenden Jahrgang der Grundschule zur Verfügung gestellt werden. Langfristig sei ein neues Hort-Gebäude geplant. Bis dahin jedoch müssten die Hortgruppen in den Containtern verbleiben, sagte Langrehr. "Ich kann den Zorn darüber verstehen. Aber nur so schaffen wir eine schnelle Lösung für möglichst viele."

Die akute Versorgungslücke bei den Hortplätzen scheint geschlossen: Jugendamtsleiterin Heidi von der Ah kündigte an, die Mitarbeiter des Kindergartens seien bereit, die im Sommer frei werdende Kindergartengruppe als Hort zu nutzen. An die Politik gewandt verband sie unter dem Beifall der Zuhörer eine Bitte: "Für diese Flexibilität des Teams hätte es eine Belohnung verdient." Dies könne auch ein Umzug ins neue Kinderhaus sein.

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Im Oktober 2015 wurden einige der ersten Hort-Containern ausgetauscht.

Quelle: privat

Von Rebekka Neander

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