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Der Robocup ist 
Sprungbrett für den Beruf

Langenhagen Der Robocup ist 
Sprungbrett für den Beruf

Seit mittlerweile neun Jahren besteht die Robocup-AG am Langenhagener Gymnasium. Seither sind viele, vor allem auch internationale Erfolge gefeiert worden. Und viele Absolventen haben so später auch in einen Beruf gefunden.

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Caroline Stumm (11) und Tim-Alexander Middecke (12) zeigen wie ein kleiner Roboter aus dem Parcours fährt.

Quelle: Jarolim-Vormeier

Langenhagen. Bei den Vorbereitungen für das runde Jubiläum stellten wir fest, dass das 10-jährige Bestehen erst im nächsten Jahr sein wird“, berichtet AG-Leiterin Tanja Wernicke. Denn ins Leben gerufen hat ihr Kollege Thorsten Behrens die Robocup-AG, die aus einem Informatik-Kurs entstanden ist, im Jahr 2007. Seitdem tüfteln Siebt- bis Zwölftklässler mit Eifer an kleinen Robotern, bauen und programmieren sie, damit diese bei den Meisterschaften auf dem Parcours Erfolge einfahren.

Und das ist den Gymnasiasten in dieser Zeit vielfach gelungen. Bereits ein Jahr nach Gründung qualifizierte sich ein Team bei den Deutschen Meisterschaften für die WM in China und holte den Pokal. Und bis heute folgten etliche weitere Titel. Einmal in der Woche trifft sich die Robocup-AG für zwei Unterrichtsstunden. „Vor den Wettbewerben auch in den Ferien und bei zusätzlichen Terminen“, sagt Wernicke. Oft hätten die Lehrer ihre Schützlinge regelrecht aus der Schule werfen müssen, weil sie hartnäckig und voller Begeisterung getüftelt hätten. „Zudem identifizieren sich die Schüler mit der Schule.“

Bei Caroline Stumm und Tim-Alexander Middecke laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Beide gehören der Mini-AG an. Die elf und zwölf Jahre alten Schüler planen einen Roboter, der nicht auf Rädern, sondern auf Ketten fährt. „Das ist gerade beim Hochfahren auf Rampen viel effektiver“, sagt die Elfjährige. Und sie müssen sich sputen: Denn gleich nach den Herbstferien nehmen sie am Landeswettbewerb in der Leibniz Universität Hannover teil. Vier Tage lang messen sie sich mit anderen Mannschaften.

Zu der Feier am Mittwoch kamen auch etliche Ehemalige. Nils Heise etwa, der bei der Weltmeisterschaft in China mit dabei war. Heute absolviert der 19-Jährige ein duales Studium im Bereich Elektro- und Informationstechnik bei der Firma Siemens. „Das Mitwirken in der AG vereinfacht den Gang in das Berufsleben“, sagt Heise. Auch Yannick Reuße sieht die Robocup-AG als gutes Sprungbrett für den Beruf. Der 18-Jährige absolviert derzeit bei 
IT-Niedersachsen eine Ausbildung zum Informatiker. Ebenfalls in der Branche tätig ist Lisa Zimmermann. Die 19-Jährige macht eine Ausbildung als Elektronikerin für Automatisierungstechnik bei VW. „Die Robocup-AG hat mir bei der Bewerbung geholfen“, meint Zimmermann. Denn die junge Frau hätte dort die Grundlagen des Programmierens, Aufbau von Bauteilen und allgemein das Technikverständnis gelernt. „Das war eine coole Erfahrung bei der auch der Teamgeist und das Selbstbewusstsein geschult wurden“, resümiert die ehemalige AG-Teilnehmerin.

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Von Katerina jarolim-vormeier

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