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Seine Interessen vertritt SoVD hartnäckig

Langenhagen Seine Interessen vertritt SoVD hartnäckig

Der Sozialverband (SoVD) Deutschland ist 100 Jahre alt - seit 70 Jahren gibt es einen Ortsverband des ehemaligen Reichsbundes auch in Langenhagen. Das ist durchaus ein Anlass, diesen runden Geburtstag mit vielen geladenen Gästen im Rathaus zu feiern.

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Feiern gemeinsam das 70-jährige Bestehen (von link): Elfriede Weissgerber, Karsten Kopka, SoVD-Kreisverbandsvorsitzender Jürgen Mroz, Siegfried Klein, Hans-Joachim Siegert, Vorsitzender Michael Schneider und Inge Klingenberg

Quelle: Privat

Langenhagen. Bei der Festivität und in den Reden ist eines mehr als deutlich geworden: In Sachen sozialer Gerechtigkeit hat der Verband in den vergangenen Jahrzehnten diverse Themen aufgegriffen - und soziale Missstände angeprangert. Allgemeindes Credo: Armut, die es auch in einem so reichen Land wie Deutschland gibt, muss beseitigt werden.

Der SPD-Landtagsabgeordnete Marco Brunotte, der genauso wie sein Kollege Rainer Fredermann (CDU) eingeladen war, hob in seiner Ansprache hervor, dass der Sozialverband „auch mal kräftig vors Schienbein treten“ würde. Gleichzeitig bedauerte der Sozialdemokrat, dass der Wohlfahrtsverband die unabhängige Patientenberatung verloren habe. Rainer Fredermann betonte indes, wie wichtig Lobbyarbeit und auch Ehrenamtliche vor Ort seien. Ohne sie sehe es in Deutschland ganz anders aus.

Das haben offenbar auch die Menschen erkannt. Die Bedeutung ist gut am Mitgliederstand des Langenhagener Sozialverbandes ablesbar. Hatten sich kurz nach der Gründung im Jahr 1949 noch 161 Langenhagener in den SoVD-Listen, damals noch Reichsbund gefunden, waren es 20 Jahre später bereits 1209, berichtete der stellvertretende Ortsverbandsvorsitzende Klaus Flügel.

Am 21. Oktober finden die Wahlen zum Beirat für Menschen mit Behinderungen statt; ein Feld, auf dem sich auch der Sozialverband seit vielen Jahren engagiert. So hat sich der Sozialverband auch das Thema Inklusion auf seine Fahnen geschrieben. Flügel ließ dann auch noch einmal die 70-jährige Geschichte des heute etwa 1100 Mitglieder zählenden Ortsverbandes Revue passieren, ging auf die Verdienste des langjährigen Vorsitzenden Lothar Schuldt ein. Ehrenbürger Schuldt wäre am Tag des Festaktes 92 Jahre alt geworden.

91 Jahre alt ist Konrad Oertelt, der dem SoVD ebenfalls seit der Gründung vor 70 Jahren angehört. In einem Interview mit Echo-Redakteur Oliver Krebs erinnerte er bei bei dem Festakt an die Gründerjahre - wagte aber auch einen Blick in die Zukunft des Wohlfahrtsverbandes. Seinerzeit hatte sich die Vereinigung um die Anliegen von Kriegerwitwen, Waisen, verstreuten Familien und heimkehrenden Soldaten gekümmert, berichtet Oertelt. Seither hätte sich nicht nur der Name von ehemals Reichsbund in Sozialverband geändert, sondern auch das Aufgabenspektrum stark gewandelt. Der SoVD macht sich heute für Rentner, alle Sozialversicherten, Pflegebedürftigen, Sozialhilfeempfänger sowie behinderte und chronisch kranke Menschen stark. Oertelt erhielt für sein Engagement für das Allgemeinwohl 1997 die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Doch die liege irgendwo in einer Kassette, verriet er einmal in einem Interview mit dieser Zeitung.

Natürlich gehören auch Ehrungen zu einen derartigen Festakt: 55 Jahre gehört Elfriede Weissgerber dem SoVD an. Sie wurde bei der Veranstaltung genauso geehrt wie Inge Klingenberg, Siegfried Klein, Karsten Kopka und Hans-Joachim Siegert – alle seit einem Vierteljahrhundert im Sozialverband, der auch für seine umfangreiche Beratungstätigkeit in allen Lebenslagen bekannt ist. Und damit das Programm wegen der vielen Reden nicht so einseitig wurde, gab es zwischendurch Musik des Duos Fritz und Stephanie Hamburg sowie vom Langenhagener Singkreis.

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