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Keine Lösung für den Schulstandort?

Langenhagen Keine Lösung für den Schulstandort?

Einigkeit besteht nur in einem Punkt: So wie es ist an der Zellerie, kann es nicht bleiben. Lösungsvorschläge sind jedoch rar. Dafür steigt von Sitzung zu Sitzung die Zahl der Vorwürfe gegen die Verwaltung und unter den politischen Parteien. Ein heißer Wahlkampffrühling zeichnet sich ab.

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Zusätzliche Baugrundstücke im Weiherfeld waren der Auslöser des Protestes: Doch eigentlich geht es den Bürgern um die seit Jahren am Schulstandort Zellerie praktizierten Provisorien.

Quelle: Neander

Kaltenweide. Zu viele Kinder, zu viele Autos, zu wenige Toiletten, zu wenig Platz. Darin sind sich alle einig. Wer aber für den seit Langem überfüllten Schulstandort Zellerie die Verantwortung trägt, darüber gingen auch im Rat einmal mehr die Meinungen weit auseinander.

Den Kauf von drei Containern für die Schule hat der Rat jedenfalls beschlossen. Er folgte damit der Empfehlung aus Finanz- und Bildungsausschuss. Gleichwohl blieb vor allem diese Sitzung nicht ohne Wirkung, wie Sozialdezernentin Monika Gotzes-Karrasch betonte: Die Stadt darf nun anstelle eines dritten Klassenraum-Containers einen für Sanitäranlagen erwerben.

Wirklich befrieden konnte dies jedoch nicht. Hatte Schulelternratsvorsitzender Andreas Eilers bislang wiederholt bemängelt, die im Container untergebrachten Kinder müssten sich für den Gang zur Toilette im Hauptgebäude jedes Mal richtig anziehen, entgegnete er der Sozialdezernentin nun im Rat: "Das kann ja wohl nicht sein, dass die Kinder aus dem Haupthaus über den Schulhof zu den Klos im Container laufen müssen." Im Hauptgebäude befinden sich nach Ansicht der Elternvertreter zu wenige Toiletten, zudem seien diese in einem beklagenswerten Zustand. Während die Verwaltung über den Reinigungszustand durchaus zu diskutieren bereit ist, hat sie an der Rechtmäßigkeit der Anzahl keinen Zweifel.

Kaltenweides Ortsbürgermeister Wolfgang Langrehr warf im Rat einen Blick zurück: "Die jetzt diskutierte zweite Schule für das Weiherfeld ist seinerzeit von der CDU-Mehrheit im Rat abgelehnt worden." Die zweite Fehlentscheidung sei der Wiederaufbau der Feuerwehr 2004 am Zellerieplatz gewesen. Für diese Schuldzuweisung erntete Langrehr heftige Anwürfe aus CDU und BBL: Vielmehr habe Langrehr selbst den Standort des neuen Kinderhauses lange mit Lärmbedenken verzögert.

Der einzige konkrete Veränderungsvorschlag zur aktuellen Situation kommt derzeit von SPD und Grünen. So will Rotgrün einen Jahrgang der Schule in das neue Kinderhaus sowie die Feuerwehr verlagern und ein neues Hortgebäude bauen. Dies stößt vor allem bei den seit Jahren provisorisch in Containern untergebrachten Hort-Mitarbeitern auf Kritik. Im Mai soll die Idee im Ortsrat vorgestellt werden.

Von Rebekka Neander

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