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Mehr Flüchtlinge sollen Arbeit finden

Langenhagen Mehr Flüchtlinge sollen Arbeit finden

Flüchtlinge durch Arbeit integrieren wollen der Verein Wohnen in Nachbarschaften (Win), die KSG und die Stadt Langenhagen. Der Grundstein dafür soll beim zweiten Netzwerktreffen „Berufliche Integration von Flüchtlingen“ gelegt werden.

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Wollen ein Netzwerk für Flüchtlinge und Betriebe aufbauen: Siegfried Volker von der KSG (von links), Quartiersmanagerin Claudia Koch und die städtische Integrationsbeauftragte Justyna Scharlé.

Quelle: Nils Oehlschläger

Wiesenau. Bei dem Treffen können Unternehmer zusammenkommen und sich darüber informieren, welche guten Erfahrungen dabei gemacht worden sind, geflüchtete Menschen beispielsweise als Praktikanten oder Auszubildende zu beschäftigen.

Der Quartierstreff der KSG sei ein guter Ort, um den Kontakt zwischen Flüchtlingen und Betrieben herzustellen, sagt Quartiersmanagerin Claudia Koch. "In unserem ehrenamtlich geführten Sprachkus haben wir in den vergangengen Jahren mehr als 100 Menschen kennengelernt." Dazu habe man auf der anderen Seite gute Verbindungen zu Handwerksbetrieben, die für die KSG Arbeiten an deren Gebäuden erledigten.

Viele Betriebe trauen sich noch nicht

Viele Unternehmen streubten sich noch davor, einen Flüchtling zu beschäftigen, sagt Koch. Manche schreckten Verständigungsprobleme ab, andere scheuten den bürokratischen Aufwand dabei, die nötigen Anträge auszufüllen. So kam es, dass ein erster Versuch im September scheiterte, Betriebe für das soziale Projekt an einen Tisch zu holen. "Da saßen wir hier alleine", sagt die Quartiersmanagerin.

Nun soll es anders laufen - und dafür wurden Vorbereitungen getroffen: 100 Firmen in der gesamten Region Hannover haben ein Schreiben bekommen und für ein Treffen am Montag, 20. März, um 10 Uhr im Quartierstreff Wiesenau, Freiligrathstraße 13a, eingeladen. "Es können aber Vertreter aller Unternehmen kommen, die sich dafür interessieren", sagt Koch.

Dazu ist nun auch die Stadt Langenhagen mit im Boot. "Wir beschäftigen uns mit dem Thema schon seit zwei Jahren", sagt die Integrationsbeauftrage Justyna Scharlé. Von den aktuell 844 Flüchtlingen in Langenhagen bilde sich mehr als ein Drittel an Berufsbildenden Schulen, in Sprachkurse oder werde bereits als Praktikant oder Azubi in einem Betrieb beschäftigt. Manchen fehle noch die nötige Aufenthaltsgenehmigung, um arbeiten zu können. "Wir möchten mit diesem Projekt ganz klar zeigen, dass diese Menschen eine Chance haben, langfristig zu bleiben", sagt Quartiersmanagerin Koch.

"Die Möglichkeiten sind da"

Siegfried Volker aus dem Win-Vorstand will in erster Linie Barrieren bei den Betrieben abbauen. "Die Möglichkeiten sind ja da, man muss nur die richtigen Anträge stellen", sagt er. Und in manchen Fällen müssten sich die Beschäftigten aus anderen Kulturen erst an manche Anforderung gewöhnen, etwa Pünktlichkeit. "Aber die Erfahrung zeigt, das klappt auch ganz gut", sagt Volker. Was er ausdrücklich nicht vermitteln wolle, seien Arbeitskräfte, die für wenig Lohn arbeiteten.

Auf die Einladung zum Netzwerktreffen hätten sich bereits manche Betriebe zurückgemeldet, sagt Quartiersmanagerin Koch. "Es gibt einige positive Antworten." Manche hätten aber auch abgesagt, entweder weil ihnen die Zeit fehle oder schlicht kein Interesse da sei. "Wir werden nur die erreichen, die mitmachen wollen", sagt Koch. "Bei denen wird uns das aber auch gelingen."

Von Nils Oehlschläger

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