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Ist noch mehr Logistik überhaupt sinnvoll?

Langenhagen Ist noch mehr Logistik überhaupt sinnvoll?

Der Wirtschaftsklub hat jetzt das Langenhagener Logistikunternehmen Dachser besucht. Bei einer Präsentation und einem Rundgang konnten sich die Mitglieder ein Bild über die Arbeit des Logistikers machen. Dabei kamen aber nicht nur positive Themen zur Sprache.

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Verkaufsleiter Jochen Bitzer (links) und Logistikleiter Oliver Warnecke standen dem Wirtschaftsklub Rede und Antwort

Quelle: Simon Binge

Langenhagen. Das Logistikunternehmen Dachser ist eines von vielen im Airport Business Park. In der stark umkämpften Logistikbranche muss sich der Betrieb angesichts der Konkurrenz Tag für Tag behaupten. Ein gutes Mittel sind nach Firmenangaben Innovationen und Neuerungen. "Mit der Wechselbrücke sind wir zum Innovationsführer geworden", berichtet Jochen Bitzer, Verkaufsleiter im Bereich European Logistics. Diese Art von Ladungsträger ermögliche die Austauschbarkeit zwischen verschiedenen Fahrzeugen, ohne die Fracht selbst umladen zu müssen. "Heutzutage benutzt nahezu jeder Logistiker diese Wechselbrücken", erzählt Bitzer.

Aber auch im Bereich der Ausbildung avanciere Dachser als Wegbereiter. "Wir haben unsere eigene Abteilung für die Ausbildung zum Berufskraftfahrer", sagt Bitzer. Hierfür habe das Unternehmen eigens eine Tochtergesellschaft gegründet. Diese solle langfristig den stetig wachsenden Bedarf an Berufskraftfahrern decken. "Wir unterstützen unsere Partner mit dem nötigen Personal", weiß Logistikleiter Oliver Warnecke. Es sei wichtig, die Kraftfahrer im eigenen Unternehmen zu halten - der Markt sei erschöpft.

Warnecke macht die aktuellen Gegebenheiten deutlich: "Es herrscht eben auch in unserer Branche ein Fachkräftemangel." Hier spiele für Dachser auch die Integration von Geflüchteten eine Rolle. "Aktuell sind rund 100 Flüchtlingen bei Dachser in Deutschland tätig. In gut zwei Dritteln der sogenannten Landverkehrsniederlassungen gibt es somit praktische Erfahrungen mit der Integration von Flüchtlingen in die Arbeitswelt", bestätigte Unternehmenssprecher Christian Auchter.

Kritisch betrachtet Verkaufsleiter Warnecke vor allem aber eine Entwicklung: die Ansiedelung weiterer Logistikunternehmer im Bereich des Airport Business Park. "Das bringt das Langenhagener Verkehrsnetz zum Erliegen. Aber die Politik will es ja so", meint Bitzer. Die Autobahnauf- und abfahrten seien kritische Knotenpunkte, betont er. Auch die Belastung der Brücken dürfe man nicht außer acht lassen. "Wir haben schon eine Anfrage an die Stadt gestellt. Diese hat uns versichert, dass die Belastung tragbar sei", erzählt Bitzer. Aber auch die Kreuzungen machten ihm zu schaffen. "Wir kommen morgens schon gar nicht mehr aus der Kemptner Straße." Seinen Angaben zufolge ergehe es den übrigen Logistikern im Godshorner Gewerbegebiet nicht anders, berichtet der Dachser-Manager nun den Besuchern des Wirtschaftsklubs.

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Von Simon Binge

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