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Zeitplan und Kosten ufern aus

Langenhagen Zeitplan und Kosten ufern aus

Die Stadt streitet sich mit der einen oder anderen für den Badneubau beauftragten Firma. Mit dieser Hiobsbotschaft wartete der Betriebsleiter Carsten Hettwer in der jüngsten Sitzung des Badausschusses auf. Das könnte durchaus Konsequenzen für den Start des Badevergnügens als auch für den Kostenrahmen haben.

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Ab Ende August plant die Stadt Führungen über das Badgelände.

Quelle: Sven Warnecke

Langenhagen. Das neue Schwimmbad soll nach politischem Beschluss nicht mehr als 27 Millionen Euro kosten. Doch ob das realisiert werden kann, ist ungewisser denn je. Denn die Stadt streitet sich mit für den Neubau an der Theodor-Heuss-Straße beauftragten Unternehmen. Mit dieser wenig positiven Nachricht wartete Langenhagens Stadtbaurat und Betriebsleiter des Bades, Carsten Hettwer, am Donnerstagabend im Fachausschuss auf. Mehr noch: Ob der Auseinandersetzung sei auch der ins Auge gefasste Eröffnungstermin an Ostern 2017 möglicherweise nicht mehr zu halten, hieß es von Hettwer. Gleichwohl gibt er sich optimistisch, den anvisierten Eröffnungstermin einhalten zu können.

Vor dieser Hiobsbotschaft ging es in dem Betriebsausschuss um die Eintrittspreise. Die Betreiber-Gesellschaft GMF hat ein Tarifsystem aufgestellt und in der Sitzung vorgestellt. Das traf nicht auf allgemeine Zustimmung. So rechnete DLRG-Chef Torsten Semmler den Ausschussmitgliedern vor, dass sein Verband so mit jährlich 16 000 Euro Mehrkosten rechnen müsse. Das ginge zulasten der Schwimmausbildung und „fördere mehr Nichtschwimmer“, warnte Semmler. Zudem erinnerte er an die finanziell schlechter gestellten, die sich künftig eine derartige Ausbildung nicht mehr leisten können.

Da das die Politik genau so sieht und die Kosten für den Eintritt als zu hoch erachtet, wurde das Thema in die Fraktionen zur weiteren Beratung zurückgegeben.

GMF-Projektleiter und Prokurist Wolfgang Debus argumentierte, dass es sich bei dem Tarifsystem lediglich um einen Vorschlag handele. Je höher der städtische Zuschuss ausfalle, um so niedriger könnten die Eintrittspreise gestaltet werden. Allerdings rechnete er vor, dass jede Stunde, die das Bad länger geöffnet habe, zwischen 300 und 550 Euro koste. Debus warb in der Politik darum, entsprechende Vorschläge für die künftige Preisgestaltung zu bekommen. Doch eines müsse klar sein, je geringer der Eintrittspreis, um so höher falle das Defizit aus, das die Stadt tragen müsse, sagte Debus.

Allerdings hatte die Politik seinerzeit beschlossen, auch den jährlichen Zuschussbedarf auf 2,7 Millionen Euro zu begrenzen. Beim aktuellen Tarifsystem und den angepeilten Öffnungszeiten beläuft sich der Bedarf auf knapp 1,9 Millionen Euro. Also gäbe es noch Luft nach oben, so der einhellige Tenor aus der Politik.

Stadt bietet Besichtigungen an

Die Neugier sei erheblich gewachsen, weiß der Betriebsleiter Bad, Carsten Hettwer. Aus diesem Grund bietet die Stadtverwaltung öffentliche Führungen für Gruppen und Einzelpersonen über die Baustelle der Wasserwelt Langenhagen an der Theodor-Heuss-Straße an. Die erste 90-minütige Stippvisite beginnt am Freitag, 26. August, 15 Uhr. Weitere sollen am 2. und 9. September folgen. Hettwer kann sich durchaus auch Termine an einem Sonnabend für die Öffentlichkeit vorstellen. Wer Interesse hat, kann sich unter Telefon (0511) 73079340 und per E-Mail an bad@langenhagen.de dafür anmelden.

Von Sven Warnecke

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