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Arbeiten in Sanierungsgebieten starten

Langenhagen Arbeiten in Sanierungsgebieten starten

Grundeigentümer in den Sanierungsgebieten Wiesenau und Kernstadt Nord sollen sich bald an der Gestaltung der Arbeiten beteiligen können. Sobald die letzten Formalien für den Einsatz eines Sanierungsträgers erledigt seien, so Stadtbaurat Carsten Hettwer, könne die Öffentlichkeitsarbeit besprochen werden.

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Im voll besetzten Ratssaal informierten Ende November 2015 unter anderem Stadtbaurat Carsten Hettwer (stehend links) und der Rechtsanwalt Ulrich Tarp (stehend rechts) über die Details der Sanierungsgebiete.

Quelle: Neander (Archiv)

Langenhagen. Soll es ein Sanierungsbeirat sein? Oder ein Runder Tisch? Oder gleich ein eigener Ausschuss in der Kommunalpolitik? Bislang gibt es für die Bürgerbeteiligung in den Sanierungsvorhaben in Wiesenau sowie entlang der Walsroder Straße zwar einen Ratsbeschluss. Doch der darin genannte "Sanierungsbeirat" steht derzeit noch einmal auf dem Prüfstand.

Hintergrund der von der Verwaltungsspitze angestrebten Debatte sind Zweifel an der Tauglichkeit des Instruments. So habe die beratende Rechtsanwaltskanzlei darauf hingewiesen, dass ein für alle Interessierten stets offener Runder Tisch der Erfahrung nach eine breitere Beteiligungsbasis unter den Anwohnern und Grundeigentümern darstelle.

Für den unabhängigen Ratsherrn Bernd Speich ist dieses Verhalten nicht tragbar. Er übernimmt damit die Kritik der ortsansässigen Immobilienmaklerin Ursula Missner, die ihrerseits Mitglied im Sanierungsbeirat werden möchte und wiederholt vom Rat gefordert hat, er möge seine eigenen Beschlüsse umsetzen. Speich und Missner wollen mit einer Wählergemeinschaft bei der kommenden Kommunalwahl antreten. Speich und Heuer werfen sich gegenseitig öffentlich vor, falsche Fakten zu verbreiten. Auch, weil Heuer nicht zu einer Veranstaltung Missners eingeladen worden war.

Im Rathaus nimmt man die Mahnungen gelassen zur Kenntnis. "Sobald die letzten formalen Prüfungen für die Auftragsvergabe an den Sanierungsträger in den nächsten Tagen vollzogen sind, beginnen wir mit den Vorbereitungen der Öffentlichkeitsarbeit", berichtete Stadtbaurat Carsten Hettwer jetzt auf Nachfrage. Bürgermeister Mirko Heuer pflichtet ihm bei. "Wir werden dann öffentlich und mit der Politik und den Experten beraten, wie sich die Bürger am besten an der Gestaltung beteiligten können."

Im Rathaus laufen unterdessen weitere Vorbereitungen. So haben Personal- und Verwaltungsausschuss der Einstellung einer Verwaltungsfachkraft zugestimmt. Sie wird sich einzig als Schnittstelle zwischen Sanierungsträger und Bauverwaltung für die Gebiete Wiesenau und Kernstadt Nord kümmern. Als Ansprechpartnerin für die Anwohner agiert sie indessen nicht. Diesen Part übernimmt der Sanierungsträger.

Von Rebekka Neander

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