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Verkehr soll von hier aus gemanagt werden

Langenhagen Verkehr soll von hier aus gemanagt werden

Die Pläne sind seit letztem Jahr bekannt: Die Autobahnmeisterei in Kaltenweide soll zur Verkehrsmanagementzentrale umgebaut - der bisherige Standort in Hannover aufgegeben werden. Dort das lässt noch auf sich warten, ebenso wie die auf der A 2 und A 352 um Langenhagen geplanten Großbaustellen.

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Steffen Sadowski (Zweiter von rechts) unterhält sich mit Marco Brunotte (von links), Wolfgang Langrehr, und Ex-Bürgermeister Friedhelm Fischer.

Quelle: Stephan Hartung

Kaltenweide. Noch wird es zwar dauern, bis die Verkehrsmanagementzentrale (VMZ) der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr endgültig bei der Autobahnmeisterei in Kaltenweide ihren Hauptsitz hat. „Aber drei, vier Mitarbeiter sind schon hier. Derzeit gibt es eine Übergangslösung“, sagt der heutige Leiter des Geschäftsbereichs Hannover der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr und ehemalige Langenhagener Bürgermeister, Friedhelm Fischer. Noch befindet sich die überwiegende Zahl der 25 VMZ-Mitarbeiter an der Glocksee in Hannover. Doch auf dem Meisterei-Gelände an der Weiherfeldallee werden bereits ehemalige Wohnhäuser sukzessive zu Büros umgebaut.

Wie berichtet, investieren Bund und Land etwa 12,5 Millionen Euro in eine neue VZM, die Zentrale in Hannover, die zur Expo entstand und in der auch Stadt Hannover, Regiobus und Üstra untergebracht sind, platzt förmlich aus allen Nähten. Bis zur kompletten Umsetzung und der endgültigen Installation der entsprechenden Technik in Kaltenweide können aber noch fünf Jahre vergehen, sagt Fischer bei einem Besuch von Langenhagens SPD-Chef Marco Brunotte und Kaltenweides Ortsbürgermeister Wolfgang Langrehr. Fischer verweist dabei auch auf die Zustimmung vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur.

Zusammen mit Steffen Sadowski, Leiter der Autobahnmeisterei, berichtete Fischer von den Plänen der kommenden Jahre. Den beiden SPD-Politikern ist die Autobahnmeisterei nach eigenen Aussagen schon seit Jahren ein Begriff – nur mit einem Besuch vor Ort hat es nun erstmals geklappt.

Mit Interesse verfolgten beide die Ankündigung Fischers, wonach auf der Autobahn 2 und in diesem Zusammenhang auf den Eckverbindungen A 352 in Zukunft größere Bauvorhaben geplant sind. „Zwischen Wunstorf und Hannover-Ost muss die Autobahn grunderneuert werden. Und bevor wir dort beginnen, brauchen wir zur Entlastung Umleitungsstrecken“, sagt Fischer. Dazu müssen hinter Engelbostel die Dreiecke Hannover-West und Hannover-Nord bei Mellendorf zu Autobahnkreuzen umgebaut werden, „damit man von dort in alle Richtungen fahren kann, bei Dreiecken geht das nicht“, erklärt der Geschäftsbereichsleiter, der ein Volumen von etwa 15 Millionen Euro pro Dreieck-Umbau für möglich hält.

Auch dabei können jedoch einige Jahre vergehen bis zur Umsetzung. „Wir haben aktuell nur den Planungsauftrag“, betont Fischer. Bis zum Planfeststellungsbeschluss könnte es weitere fünf Jahre dauern, pro Dreieck erscheinen zwei Jahre Bauzeit realistisch.

Das ist die Autobahnmeisterei

„Was genau machen Sie eigentlich?“ Diese Frage hat Steffen Sadowski, Leiter der Autobahnmeisterei, schon oft gehört. Am Standort in Kaltenweide, entstanden in den 1970er Jahren beim Bau der Autobahn 352, arbeiten 43 Personen – davon 38 im Straßendienst. Die Behörde bildet auch aus, aktuell gehören zwei Auszubildende zum Team. Der Zuständigkeit der Autobahnmeisterei erstreckt sich über die komplette A352, auf der A2 von Lehrte-Ost bis Hannover-Herrenhausen, auf der A7 von Mellendorf bis Anderten und auf der A37 von Misburg bis Beinhorn. Zu den Aufgaben der Meisterei-Mitarbeiter gehören innerhalb dieses Autobahnnetzes beispielsweise der Winterdienst, die Grünpflege, der Baumschnitt, die Instandhaltung der Fahrbahnen, die Überwachung von Brücken und die Reinigung von Verkehrsschildern. Auch bei Unfällen rückt die Meisterei aus. „Pro Tag gibt es zwei bis drei Unfälle in unserem Bereich“, sagt Steffen Sadowski.

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Die Autobahnmeisterei in Kaltenweide.

Quelle: Stephan Hartung

Von Stephan Hartung

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