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Alle sind genervt vom Stau in der Stadt

Langenhagen Alle sind genervt vom Stau in der Stadt

Der tägliche Dauerstau auf der Bothfelder und Godshorner Straße in Langenhagen geht nicht nur den Pendlern gehörig auf die Nerven - auch die Kommunalpolitiker sind vergrätzt. Aktuell muss gut eine halbe Stunde mehr eingeplant werden, wer durch das Stadtzentrum muss.

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Jeden Tag das gleiche Bild - bis Ende April: Auf der Bothfelder und Godshorner Straße quält sich der Verkehr durch die Innenstadt.

Quelle: Sven Warnecke

Langenhagen. Sie sei von vielen Bürgern wegen dem Verkehrschaos angesprochen worden", sagt Sonja Vorwerk-Gerth (SVG) am Donnerstagabend im Verkehrsausschuss. Besonders schlimm sei es auf dem Langenforther Platz, sagte die Unternehmerin. Ihr Pflegedienst habe zwischenzeitlich alle Patienten darüber informiert, dass derzeit die Termine nicht pünktlich einzuhalten sind. Man könne doch nicht überall zeitgleich bauen, kritisierte Vorwerk-Gerth.

Auch die Ausschussvorsitzende Gudrun Mennecke (SPD) bekam den Dauerstau selbst zu spüren - und am Donnerstag zu spät zur Sitzung. "Die Verwaltung soll Vorschläge zur Verbesserung machen", forderte die Engelbostelerin.

 "Jetzt haben wir genau die Belastung, die wir vermeiden wollten", beklagte sich Claudia Hopfe (CDU). Sie könne nicht verstehen, warum nun doch parallel zur Landesstraße 382 auch auf der Autobahn 2 gebaut werde. Horst-Dieter Soltau, ebenfalls CDU, wollte auch gleich eine Schuldige ausgemacht haben - die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr.

Auch die Stadtverwaltung wurde selbst von den parallelen Arbeiten auf der Autobahn überrascht, bekennt Anette Mecke, Abteilungsleiterin für Verkehr und Straßen im Rathaus. In den Abstimmungsgesprächen mit der Landesbehörde habe sie die Info erhalten, dass auf der Autobahn 2 nicht vor Mai gebaut werde. "Mehr als abstimmen können wir uns nicht."

Doch genau diesen Vorwurf lässt der Leiter der Landesbehörde und ehemalige Langenhagener Bürgermeister Friedhelm Fischer nicht gelten. Bei den Planungen seien "alle Maßnahmen dargestellt" worden. Denn gebaut werde auf der Autobahn 2 bis Ende des Jahres durchgehend. Vielleicht ist das bei der Informationsflut in Langenhagen untergegangen, meint er. Oder seine Behörde sei nicht "explizit darauf eingegangen". Die jetzigen Arbeiten auf der Autobahn hätten aber wenig Einfluss auf den Verkehr in Langenhagen, betont Fischer. Denn die Baustelle in Richtung Dortmund ende bereits vor der Anschlussstelle Bothfeld. Gleichwohl räumte er ein, dass auf der Gegenfahrbahn bei einem Stau manche Fahrer, vor allem Pendler durchaus die Flucht durch die Stadt antreten könnten. Die eigentlich Langenhagen betreffenden Arbeiten auf der A 2 zwischen Bothfeld und Langenhagen beginnen aber frühestens Ende Juni. "Wir versuchen, die Belastung so niedrig wie möglich zu halten", verspricht Fischer.

Langenhagens Stadtbaurat Carsten Hettwer warb indes um mehr Gelassenheit - vor allem auch bei den Kommunalpolitikern. "Es geht nicht ohne befristete Beeinträchtigung des Verkehrs." Bis Ende April.

Von Sven Warnecke

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