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EL schafft für 5139 Menschen neue Heimat

Langenhagen EL schafft für 5139 Menschen neue Heimat

Die Zahlen sind durchaus beeindruckend. Vor 20 Jahren wurde die Entwicklungsgesellschaft Langenhagen (EL) gegründet. Nach zunächst schleppendem Anfang haben bis heute immerhin 5139 Menschen in Kaltenweide eine neue Heimat gefunden.

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Sie feiern mit einem Kuchen das 20-jährige Bestehen der Entwicklungsgesellschaft Langenhagen (von links): Reinhard Grabowsky, Jens Monsen, Annette Krüger und Aileen Deiterding.

Quelle: Sven Warnecke

Langenhagen. Die Entwicklungsgesellschaft Langenhagen wurde am 12. Juni 1997 ins Leben gerufen, um das geplante Kaltenweider Weiherfeld – das seinerzeit größte Neubaugebiet in Niedersachsen – zu entwickeln und zu vermarkten. Das Projekt scheiterte aber zunächst, die Vermarktung der Flächen stagnierte. Erst nachdem sich im Jahr 2001 die Langenhagener Politik gegen den dort bislang favorisierten Geschosswohnungsbau und für kleinere Einheiten entschieden hatte, nahm das Weiherfeld Fahrt auf, erinnert EL-Geschäftsführer Jens Monsen jetzt angesichts des 20-jährigen Bestehens der städtischen Tochtergesellschaft.

Er spricht heute von einer damals „fehlenden Akzeptanz“ des Plans, dort vornehmlich Mehrfamilienhäuser zu entwickeln. Lediglich acht Einfamilienhäuser sahen die Ursprungspläne im Weiherfeld vor. Doch nach dem Drehen an einigen Stellschrauben, wurde das auf Forderung der Langenhagener Politik entsprechend geändert. Mittlerweile hat die EL im Norden Kaltenweides 470.000 Quadratmeter Netto-Baulandfläche vermarktet. „Und circa 73 Millionen Euro erwirtschaftet“, berichtet Monsen. Dabei seien 1235 Grundstücksverkäufe getätigt worden.

In der Folge entstand Wohnraum für 5139 Menschen. Darunter sind 1219 Kinder bis 13 Jahren, 339 Jugendliche, 3095 Erwachsene bis 59 Jahren und 486 ältere Menschen. „Damit ist Kaltenweide zweitgrößter Ort Langenhagens nach der Kernstadt“, sagt dann auch Ortsbürgermeister Reinhard Grabowsky, zugleich stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der EL. Doch dieser Zuzug bringt auch Probleme mit sich – etwa bei den Kapazitäten der Grundschule oder den Kinderbetreuungseinrichtungen, räumen er und Monsen unisono ein.

Unter anderem aus diesem Grund stehen die aktuellen Pläne der Stadt Langenhagen, das Baugebiet Weiherfeld in Richtung Osten weiter zu entwickeln, in der Kritik. „Die Frage ist, ob wir überhaupt weiter wachsen wollen“, sagt Grabowsky, der sich wie viele andere vehement dagegen ausspricht. Nicht nur wegen des Verlustes von Landschaftsraum, sondern auch wegen des Heranrückens des Weiherfelds an Altenhorst und die Siedlung Twenge, argumentiert der Christdemokrat und weiß einen Teil der Politik und viele Anwohner hinter sich.

Monsen indes versucht zu beschwichtigen. „Es geht um die Sicherung von Flächen“, sagt der EL-Geschäftsführer – zu vertretbaren und bereits vereinbarten Preisen. Wann und ob etwas dort etwas entwickelt werde, stehe in den Sternen. „Vielleicht in zehn, oder aber auch erst in 20 Jahren“, betont Monsen. Und was dort letztlich entstehe, müsse mit der Politik diskutiert werden, auch angesichts der bislang dort geschaffenen, vorhandenen Infrastruktur. Diese solle nun mit dem Bau eines Wohn- und Geschäftshauses samt Arztpraxen am Kaltenweider Platz ergänzt werden. Dort werde in den nächsten Monaten das letzte freie Grundstück neben dem Rewe-Supermarkt bebaut, kündigt der Geschäftsführer der Entwicklungsgesellschaft Langenhagen an. Dort sollen in einem fünfgeschossigen Gebäude neben den Geschäften und Praxen auch 71 Wohnungen entstehen.

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