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Die Jugendkriminalität sinkt

Langenhagen Die Jugendkriminalität sinkt

Erfreuliche Entwicklung in Langenhagen: Die Kriminalität unter Kindern und Jugendlichen hat sich in den vergangenen zehn Jahren nahezu halbiert. Eine überwiegend positive Bilanz hat die Polizei am Montag bei der Präsentation der Zahlen gezogen.

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Hendrik Stange (links) ist neuer stellvertretender Leiter des Einsatz- und Streifendienstes in Langenhagen. Mario Mantei vertritt als Stellvertreter den Chef des Kriminalermittlungsdienstes.

Quelle: Sven Warnecke

Langenhagen. Die Zahl der gesamten Straftaten ist im vergangenen Jahr in Langenhagen auf 4043 gesunken. Sie bedeutet beinahe einen historischen Tiefststand. Parallel dazu ist die polizeiliche Aufklärungsquote bei etwa 55 Prozent nahezu konstant. 2257 Straftaten wurden aufgeklärt. Nach Darstellung von Kommissariatsleiter Andreas Alder ist die Stadt „sicher“. Und Minderjährige fallen als Straftäter nur in geringem Maße auf, wie aus der am Montag vorgestellten Statistik hervorgeht.

Demnach konnten im vergangenen Jahr 177 Straftaten Minderjährigen - zumeist Jungen - zugeordnet werden. „Häufig waren das Mehrfachtäter“, berichtet der Leiter des Kriminalermittlungsdienstes, Rüdiger Vieglahn, mit Blick auf die schließlich 153 ermittelten Tatverdächtigen. Vor zehn Jahren lag die Zahl noch bei knapp 300 Jugendlichen. Heute beläuft sich der Anteil auf 7,8 Prozent aller Delikte. „Erwachsene sind deutlich auffälliger“, betont der Beamte.

Typische Delikte für Kinder und Jugendliche seien in geringem Umfang Körperverletzung sowie Ladendiebstahl, Sachbeschädigung und Drogenkonsum. Gleichwohl handele es sich in Langenhagen aktuell ausschließlich um Cannabisvergehen, sagt die für Jugendschutz zuständige Polizistin Almuth Goldammer. Das Stehlen von Handys spiele an der Schule indes kaum eine Rolle. „Da haben wir keine signifikanten Zahlen“, betont Alder.

Doch damit die Stadt weiter so sicher bleibe, würden die Präventionsbemühungen fortgesetzt, kündigt Polizeichef Alder an. Nicht nur mithilfe der Kontaktbeamten. Vielmehr solle ein hoher Kontrolldruck in der Stadt aufrechterhalten werden. „Die Polizei wird diesen Weg konsequent weitergehen“, betont der Kommissariatsleiter.

Auch zusammen mit den bestehenden Netzwerken in Stadtverwaltung, Sportvereinen, Kirchen oder etwa Schulen. Diese enge Zusammenarbeit sei der wesentliche Schlüssel. „Unser Anspruch ist, diesen langfristigen Trend zu halten“, betont Alder mit Blick auf die Fallzahlen.

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